Wechsel im Kanzleramt der Hochschule Trier

Nach sechzehn Jahren ist Detlef Jahn 2015 als Kanzler der Hochschule Trier verabschiedet worden.

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Die Nachfolge tritt Frau Claudia Hornig an, die bereits seit 1993 an der Fachhochschule Rheinland-Pfalz, später Fachhochschule Trier tätig ist. Ab 1997 war sie Verwaltungskoordinatorin am neu gegründeten Standort der Hochschule, Umwelt-Campus Birkenfeld. Ab 2009 fungierte Frau Hornig als Stellvertreterin des Kanzlers für den Standort Birkenfeld.

Die 51jährige Diplomverwaltungswirtin ist verheiratet und hat einen fünfzehnjährigen Sohn.

Das Präsidium (Präsident Prof. Dr. Nobert Kuhn, Vizepräsidentin Prof. Dr. Gisela Sparmann, Vizepräsident Prof. Dr. Andreas Künkler) und die Kanzlerin verkörpern gemeinsam die Hochschulleitung. Die Kanzlerin erledigt ihre Rechts- und Verwaltungsangelegenheiten nach den Richtlinien und im Auftrag des Präsidenten. Sie leitet die Hochschulverwaltung und ist Beauftragte für den Haushalt der Hochschule. Sie kann in beratender Funktion an den Sitzungen aller Hochschulgremien teilnehmen.

Frau Claudia Hornig beschreibt ihr neues Aufgabengebiet wie folgt: „Ich stehe für eine transparente und dienstleistungsorientierte Verwaltung. Wert lege ich auf ein gutes Arbeitsklima und auf Wertschätzung gegenüber meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sehr wichtig ist mir auch die gute und enge Zusammenarbeit mit den Fachbereichen und zwischen den einzelnen Standorten.“

Tag der Berufs- und Studienorientierung

Wie bereits in den vergangenen Jahren veranstaltet der Umwelt-Campus Birkenfeld, zusammen mit den Landkreisen Birkenfeld und St. Wendel

am Freitag, dem 17. Februar 2017 von 09:00 – 16:00 Uhr,

einen Tag der Berufs- und Studienorientierung.

Eine frühzeitige Orientierung zur Berufs- und Studienwahl gewinnt für Schülerinnen und Schüler immer größere Bedeutung. Jugendliche beschäftigen sich z. B. intensiv mit den Fragen „Was mache ich nach der Schule?“, „Was erwartet mich bei einer Ausbildung oder bei einem Studium?“, „Wie kann ich die Praxis kennenlernen?“.

Im Rahmen der Kampagne „Zukunft läuft“ bieten wir ein Modul zur Berufs- und Studienorientierung, welches ab Klassenstufe 8 bis hin zur Oberstufe geeignet ist.

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Schüler und auch andere Interessierte haben die Möglichkeit sich über ein Hochschulstudium sowie den entsprechenden Voraussetzungen zu informieren und können sich darüber hinaus auch über die Perspektiven eines dualen Studiums erkundigen. Zudem können alle Fragen rund um eine Ausbildung oder dem weiteren Schulweg direkt an Unternehmen im Rahmen der Ausbildungsmesse „Schule trifft Wirtschaft“ und an weiterführende Schulen der Sekundarstufe II im Rahmen einer Bildungsmesse gestellt werden.

Am Nachmittag kann eine Berufsberatung und ein Bewerbungsmappencheck durch die Arbeitsagentur wahrgenommen werden. Überdies besteht die Möglichkeit der Teilnahme an individuellen Beratungsterminen mit ausstellenden Unternehmen. Bewerbungen können hierbei auf direktem Wege abgegeben werden.

Für Gruppen besteht die Möglichkeit individuelle Workshops und Vorträge, z. B. speziell zugeschnitten auf Leistungskurse, zu organisieren. Bitte setzen Sie sich hierzu mit uns in Verbindung.
Für eine Freistellung für einzelne Schüler erstellen wir
(nach Vorlage eines Ausweispapieres) auch Teilnahmebescheinigungen.

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Kerstin Schaubt gerne zur Verfügung. Sie erreichen sie unter  (0 67 82) 17 18 63 oder per Mail unter k.schaubt@umwelt-campus.de.

Über die Windkraft wurde strittig diskutiert

Die besten Momente hatte die frühere grüne Wirtschaftsministerin Eveline Lemke, als ihr Vortrag am Umwelt-Campus Birkenfeld (UCB) fast zu Ende war: „Wir brauchen eine Debatte wie diese hier“, sagte die 52-Jährige, und: „Wir brauchen Quellen, um zu erfahren, was stimmt und was nicht stimmt.“ Das heißt auch: Man kommt der Wahrheit näher, wenn man Argumente und Gegenargumente vergleicht und aufwiegt.

Danach sah ihr Vortrag am Mittwochabend in einem der Hörsäle auf dem Campus lange Zeit nicht aus: Er erinnerte stark an eine Verkaufsveranstaltung für grüne Umweltpolitik, erst in der letzten halben Stunde kam eine Diskussion mit den Gästen im Hörsaal auf: Es handelte sich um Studenten, Politikern, Bürgermeistern und Öko-Anhänger. Mit ihrem Schlusswort kehrte der Gedanke an die Verkaufsveranstaltung nochmals zurück: Lemke holte aus einem Karton ein Buch hervor und hielt es den Zuhörern hin: „Politik hart am Wind“ heißt es, kostet 24,95 Euro. Es ist im Oekom-Verlag erschienen und seit Donnerstag im Handel.

Genau genommen war dieser Auftritt nicht als Werbeveranstaltung gedacht, sondern als Teil der Reihe „Kleine Ringvorlesung“, zu der der Umwelt-Campus regelmäßig einlädt. Diese Ringvorlesungen sind offen, jeder kann teilnehmen, nicht nur Studenten. Natürlich passt Lemkes Vortrag zum Thema „Politische Herausforderungen der Energiewende aus Bundes- und Landesperspektive“ auch in Vorstellungswelt und Lerninhalte des Umwelt-Campus, die Grünenpolitikerin und Professor Peter Heck, Direktor des Ifas-Instituts auf dem Campus, duzen sich. Sie sind sich während Lemkes politischer Tätigkeit oft genug begegnet.

Lemke war von 2011 bis 2016 Wirtschaftsministerin und Vize-Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz. Sie war zweitmächtigster politischer Kopf nach Kurt Beck und später Malu Dreyer. Bei der Wahl im März 2016 verloren die Grünen deutlich Stimmen, Lemke zog sich in die zweite Reihe zurück. Im Hörsaal sprach sie von 70 000 Erzeugern erneuerbarer Energien, die die Quasi-Monopolstellung der vier Großen auf dem Strommarkt – Vattenfall, RWE, EnBW und EON – auflösen, von 200 000 Arbeitsplätzen bundesweit und 15 000 in Rheinland-Pfalz, die durch erneuerbare Energien geschaffen wurden. Sie kritisierte, dass die EU sich noch lange nicht vom Atomstrom verabschiedet habe, ihre aktuelle Förderung „übersteigt alles, was es jemals dafür gab“.

In der Diskussion ging es kritischer zu. Ein Zuhörer fragte zum Beispiel, wer die Profiteure der Energieerzeugung aus Wind seien. Banken? Unternehmer? Auf jeden Fall nicht der Bürger, der habe im Gegenteil erhebliche Defizite in Naturschutz und Landschaftsbild hinzunehmen, meinte der Mann. Lemke erwiderte: „Haben wir zu schnell und zu viel in dieser Zeit gebaut? Lassen Sie es uns in 30 Jahren beantworten.“

Ein Student hatte neben Windkraftanlagen gelebt: Man gewöhne sich an die Geräusche wie man sich an den Lärm von der Straße gewöhne, sagte er. Auch eine Studentin aus Simmern, wo sich viele weiße Riesen drehen, meldete sich zu Wort: „Am Anfang habe ich mich stark über die Windräder geärgert, aber inzwischen ist es normal. Man kann sie mit einer gewissen Faszination betrachten und sollte nicht sofort sagen: Die sind hässlich.“ Ein Student aus Aachen: „Jede Kilowattstunde, die aus einer Windmühle kommt, ist auf jeden Fall besser, als ein Braunkohlekraftwerk zu betreiben.“