Nachwuchswissenschaftler für Kooperationsprojekt ausgezeichnet

Im Centre Hospitalier de Luxembourg wurde am 20. März im Rahmen einer Feierstunde der „CHL Junior Scientific Excellence Prize“ verliehen. Dieser Preis richtet sich an Forschungsprojekte junger Ärzte und ist mit 2.500 Euro dotiert.

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Das Foto zeigt von links nach rechts:
Dr. Frank Hertel; Preisträger Ardian Hana; Andreas Husch

Ardian Hana, angehender Facharzt für Neurochirurgie am CHL, wurde für seine Arbeit zur Darstellung von Nervenfasern der menschlichen Sehbahn mit Hilfe der sogenannten Diffusions-Tensor-Bildgebung ausgezeichnet. Die Arbeit ermöglicht die schonendere und sicherere Entfernung von Hirntumoren, da zu schützende Nervenfasern des Patienten vor der OP am Computer sichtbar gemacht werden können. Dieses technisch sehr anspruchsvolle Projekt wurde in enger Kooperation mit der Hochschule Trier durchgeführt. Der Informatiker Andreas Husch, Student im Informatik Master Studiengang der Hochschule und Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Peter Gemmar, war dazu regelmäßig am CHL vor Ort, um gemeinsam mit Ardian Hana die vorhandene Technik für den Einsatz in der klinischen Routine nutzbar zu machen. Diese – von der luxemburgischen Krebsgesellschaft (Fondation Cancer) geförderte – Arbeit zeigt die Möglichkeiten, die sich aus einer engen Zusammenarbeit von Medizin und Informatik ergeben. Sie ist ein weiterer Schritt in der bereits seit Jahren etablierten Zusammenarbeit von Dr. Frank Hertel, Chef de Service National du Neurochirurgie am Centre Hospitalier und Prof. Dr. Peter Gemmar am Fachbereich Informatik der Hochschule Trier.

Eine zweite Auszeichnung erhielt der Allgemeinchirurg Lugi de Magistris für seine Arbeit zu minimal-invasiven Darmoperationen bei Divertikelerkrankungen.

Dr. Guy Berchem, Präsident des Comité de Coordination Recherche (CCR), betonte in seiner Laudatio die Wichtigkeit der klinischen Forschung. Es sei das erklärte Ziel des CHL, junge Talente zu fördern und ihr Interesse, einen Teil ihres medizinischen Berufslebens der Forschung zu widmen, zu stärken.

Von: Jutta Straubinger