Auslandsaufenthalt in Brasilien: Teil 1 – Bem vinda!

Carolin Wagner verbrachte ein Praxissemester in Brasilien. In diesem und weiteren Beiträgen berichtet sie von dieser spannenden Zeit.

Willkommen

Jedes Semester lernte ich neue Gaststudenten kennen. Sie kamen aus Kolumbien, Süd-Korea, Ghana, Serbien, Russland und vielen anderen Ländern. Als Buddy-Koordinatorin kannte ich die meisten. Ich hörte ihre Geschichten, wie  und vor allem warum sie nach Deutschland kamen. Sie erzählten mir ihre Probleme mit der deutschen Mentalität und dass es schwierig sei, immer pünktlich zu sein. Und sie redeten über ihre Wünsche für die Zukunft. Manche von ihnen wollten sogar länger in Deutschland bleiben. Mein Fernweh wurde von Semester zu Semester größer.

Dann war schon August 2013 und ich saß im Flugzeug auf dem Weg nach Porto Alegre in mein Praxissemester. Die Tage zuvor hatte ich kaum Zeit gehabt, mir über Erwartungen Gedanken zu machen. Die Klausuren, der Umzug, der Abschied von Freunden und Familie und das Packen von Koffern – für alles hatte ich nur ein paar wenige Tage Zeit gehabt.

Und nun saß ich dort im Flugzeug. Neben mir ein etwas dicklicher, kleiner Mann mit schwarzen Haaren und sonnengebräunter Haut. Er schaute mich immer wieder an. Sein Gesichtsausdruck war freundlich. Er war vielleicht so um die 30 Jahre alt. Irgendwann sprach er mich auf Portugiesisch an. Ich lächelte, war aber vollkommen überfordert. Ich verstand leider kein einziges Wort. Er lächelte zurück und wartete hoffnungsvoll auf eine Antwort. In Deutschland hatte ich weder die Zeit noch die Möglichkeit in meiner näheren Umgebung Portugiesisch zu lernen. Ich antwortete also auf Englisch, dass ich aus Deutschland komme und noch kein Portugiesisch könne. Er begann direkt auf einem gebrochenen Englisch, gemixt mit etwas Portugiesisch, weiter zu reden und das mit einem noch größeren Lächeln im Gesicht. Leider hatte er einen so starken Akzent, dass ich trotzdem kaum ein Wort verstand. Nach dem ersten Redeschwall von ihm, wusste ich immer noch nicht, was ich sagen sollte. Ich verstand ihn einfach nicht. Irgendwann gab er es auf. Und da begann ich darüber nachzudenken, was ist wenn die Leute, mit denen ich zusammen arbeiten soll, auch so wenig Englisch können? Wie wird das funktionieren? Kann das funktionieren?

In der Eingangshalle sah ich das Schild „Carolin Wagner“. „Endlich!“, dachte ich. Ich ging auf die beiden jungen Frauen zu, die das Schild hoch hielten. Sie strahlten mich an. „Welcome in Brazil! We hope, you have had a good trip!“ – Ich war erleichtert, sie sprachen Englisch.

 

Student aus Bliesen gibt Leukämiekrankem Hoffnung

Drei Jahre nach der Typisierung spendet der 20-jährige Bernd Möller, Student am Umwelt-Campus Birkenfeld, Stammzellen für eine Leukämiekranken.

In den nächsten Wochen gibt es saarlandweit weitere Typisierungstermine

Vor drei Jahren ließ sich Bernd Möller aus Bliesen, Kreis St. Wendel als potentieller Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren. Jetzt wurde der 20-Jährige gebraucht. Denn irgendwo gibt es einen ihm völlig unbekannten Menschen, der an Leukämie erkrankt ist und genau die gleichen Gewebemerkmale hat wie Bernd Möller. Und dieser Patient – ein Mann, eine Frau oder ein Kind – braucht dringend seine Blutstammzellen, um überhaupt eine Chance zu haben, den Blutkrebs zu besiegen.

SpenderMöllerBernd29102013StWendelBernd Möller wohnt in Bliesen bei St. Wendel und hat gerade begonnen, Wirtschaftsingenieurwesen am Umwelt-Campus in Birkenfeld zu studieren. Sein Abitur hat er in St. Wendel, am Gymnasium Wendalinum gemacht. Dort hörte er zum ersten Mal von der Stefan-Morsch-Stiftung. Die Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die älteste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet  sie seit fast 30 Jahren Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist es, Menschen zu werben, die sich als Stammzellspender registrieren lassen. Daher sind  täglich Teams der Stiftung in ganz Deutschland unterwegs, um bei sogenannten „Typisierungsaktionen“ über das Thema Stammzellspende zu informieren – auch an Schulen wie dem Wendalinum.

Dort ließ sich auch Bernd Möller typisieren. Zuerst wurde er genau über das Thema Stammzellspende aufgeklärt, füllte einen Fragebogen zu seinem Gesundheitszustand aus und unterschrieb die Einverständniserklärung. Um seine Gewebemerkmale, die HLA-Werte, zu untersuchen, wurde ein Abstrich der Mundschleimhaut gemacht.

Leukämie ist eine bösartige Erkrankung der weißen Blutkörperchen, die ihren Ausgang im Knochenmark nimmt. Dort werden sämtliche Blutzellen des Menschen gebildet. Nach Ausschöpfung aller medikamentösen Behandlungsversuche bietet die heutige Medizin eine weitere Heilungsmöglichkeit: Übertragung eines neuen blutbildenden Systems – die Transplantation von Stammzellen eines gesunden Spenders, der die gleichen HLA-Werte hat, wie der Patient. Obwohl derzeit weltweit mehr als 20 Millionen potenzielle Spender registriert sind, verläuft noch so manche Suche erfolglos.

Doch Bernd Möllers genetischer Zwilling  hatte Glück. Vor einiger Zeit wurde Möller darüber informiert, dass er als Spender für einen Leukämiepatienten in Frage kommt. Nach zwei Wochen war klar, dass Bernd Möller der geeignetste Spender ist. Er war aufgeregt: „Es ging alles sehr  schnell.“ Seine Familie und er hatten Angst, dass die Spende problematisch sein könnte. Schon bei Blutspenden wird ihm so übel, dass er kein Blut spenden kann. Doch seine Bedenken konnten ausgeräumt werden. Vor jeder Spende wird der Spender genau untersucht, um gesundheitliche Risiken für ihn auszuschließen. Bei Möller gab es keine gesundheit-lichen Bedenken. So war für ihn klar, dass er das macht. Seine Freundin stand hinter seiner Entscheidung und unterstützte ihn bei allen Schritten. Auch sein Arbeitgeber, das Rocklands Kletterzentrum in St. Wendel, wo er als Aushilfe arbeitet, hielt ihm den Rücken frei.

Weitere Informationen findet ihr unter: www.stefan-morsch-stiftung.com und hier:

Aufgaben und Ziele der Stefan-Morsch-Stiftung
Entwicklung der Stefan-Morsch-Stiftung
Typsierung

Von: Annika Zimmer, STEFAN-MORSCH-STIFTUNG, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Eure Hochschulpolitischen Gremien vor Ort in Trier – Der AStA stellt sich vor

Für diejenigen, welche nicht wissen was der AStA ist: der AStA (Allgemeine Studierenden Ausschuss)  ist ein hochschulpolitisches Gremium, bestehend aus Studierenden unserer Hochschule. Es hat die Aufgabe, den Studierenden bei Problemen, seien es einfache Fragen ums Bafög bis hin zu schwereren Konflikten, welche sich unmittelbar auf Studium auswirken, zu helfen. Zudem verwalten wir einen geringen Teil der Studierendenbeiträge, um Veranstaltungen realisieren zu können, koordinieren die Fachbereichsräte und regeln die Sporthallenvergabe, was letztendlich allen Studierenden zugute kommt. Neben dem AStA gibt es noch ein ranghöheres Gremium, das Studierenden Parlament (StuPa). Das Studierendenparlament ist ein Gremium, welches dem AStA Aufgaben auferlegt und letztendlich eine Kontrollfunktion für dieses Gremium ausübt.

Der AStA und das StuPa werden von euch, den Studierenden der Hochschule Trier, einmal jährlich demokratisch gewählt. Das heißt, ihr habt alle von Anfang an die Möglichkeit euch hochschulpolitisch zu engagieren. Aus unserer Sicht ist es am vorteilhaftesten, wenn man sich recht nahe zu Beginn des Studiums für ein Hochschulpolitisches Gremium entscheidet. Auch wenn ihr die Zeit dafür nicht habt, entscheidet letztendlich ihr, wer in diesen Gremien vertreten sein wird. Schon allein deshalb ist es wichtig wählen zu gehen. Um eine Wahl abhalten zu können wird ein Wahlausschuss, bestehend aus Studierenden, gebildet, wo wieder euer Engagement gefragt ist. Letztendlich gibt es noch in jedem Fachbereich einen Fachbereichsrat, welcher sich direkt vor Ort um die Studierenden des jeweiligen Fachbereiches kümmert, sei es der Verkauf von Getränken oder Snacks bis hin zum Kopieren alter Klausuren und bei Fragen werden diese euch entsprechend helfen können. Der Fachbereichsrat ist ein Unterorgan des AStA und hier besteht ebenfalls die Möglichkeit sich ehrenamtlich zu beteiligen, dazu erhaltet Ihr die Möglichkeit bei den jeweiligen Vollversammlungen gewählt zu werden. Darüber hinaus wird bei den Vollversammlungen all das besprochen, was sich bei euch in eurem Fachbereich gerade abspielt.

 

Erstiveranstaltung WS 2013/14 - Die Fachschaftsräte sammeln ihre Studierenden ein

Erstiveranstaltung WS 2013/14 – Die Fachschaftsräte sammeln ihre Studierenden ein

Veranstaltungen organisieren der AStA und die jeweiligen Fachschaftsräte selbständig und bieten diese regelmäßig an. Der AStA hat für dieses Jahr einen Veranstaltungskalender erstellt, in dem wir aufgeführt haben, was wir dieses Jahr euch alles anbieten möchten. Im Fokus auf die Erstsemester werden wir eine Nachtstadtführung mit einem kulturellen Hintergrund anbieten. Dazu werdet ihr von einem Touristenführer 2 h lang nachts, dann, wenn Trier am schönsten ist, geführt und erfahrt dabei vieles über interessante Sehenswürdigkeiten. Was viele nicht wissen, die Stadt Trier hat mehr zu bieten als nur Römer und Wein. Eine weitere Veranstaltung dieses Jahr wird das Sportfest sein, das seit langem mal wieder angeboten wird.

In welchen Sportarten ihr eure Kräfte messen könnt, wird von uns noch entschieden. Da die Turnhalle saniert und das Fußballfeld seit längerem umgebaut wird, ist in der Zeit, wo kein Sportfest stattfinden konnte, der mittlerweile sehr beliebte Bierkastenlauf entstanden. Dieser Bierkastenlauf kommt sehr gut bei den Studierenden an und wird dieses Jahr zum 4.ten mal voraussichtlich Ende Mai an der Hochschule Trier stattfinden. Dieser Bierkastenlauf wird oben am Campus Schneidershof enden und im Anschluss grillt der AStA gemütlich mit all denen, welche vorbei kommen möchten in den Abend hinein. Im Oktober letzten Jahres veranstalteten wir zum ersten Mal ein Basketballturnier, an dem sich relativ viele Teams gefunden hatten und gegeneinander angetreten sind. Wir haben vor, dieses Jahr so ein Turnier nochmal stattfinden zu lassen und hoffen auf eine höhere Beteiligung von eurer Seite aus. Dieses Jahr werden wir versuchen ein Schachturnier zu organisieren, wobei das entscheidende Kriterium eher die Beteiligung als die Organisation sein wird. Aber wir sind dahingehend optimistisch. Wir haben außerdem mit dem Uni-AStA Kontakt aufgenommen und werden versuchen gemeinsam einige Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Wir hatten einst mit unserem Hochschulpräsidenten, Herrn Prof. Dr. Norbert Kuhn, gesprochen gehabt und dieser meinte, es stünde eigentlich nichts im Wege, falls wir wieder versuchen würden ein größeres Sommerfest an der Hochschule zu veranstalten. Dieses Jahr wird es mit Sicherheit nicht stattfinden, aber es wird zukünftig mit eurer Beteiligung sicher möglich werden.

Jetzt seid ihr gefragt, falls Ihr Anregungen bezüglich neuen Veranstaltungen, Sportangeboten, Arbeitsgruppen usw. habt, besteht die Möglichkeit, bei uns täglich im AStA-Büro, während der Vorlesungszeit mittags von 13:00 bis 14:00, vorbeizuschauen und mit uns darüber zu reden. Wir nehmen eure Anregungen als TOP’s in die Sitzung auf. Darüber hinaus sind wir per E-Mail (asta@hochschule-trier.de) für euch erreichbar. Wie bereits erwähnt, sind wir selbst alles Studierende an der Hochschule Trier und deshalb sind bei uns alle Studierenden herzlich Willkommen. Euer AStA wünscht euch ein erfolgreiches Studium, auch wenn es mal länger dauert.

Von: Alexander Schimanowski
AStA Referent für Öffentlichkeitsarbeit