Herausragende Abschlussarbeiten unserer Absolventinnen und Absolventen

Jedes  Jahr werden die besten Abschlussarbeiten der Hochschule Trier prämiert.  Vier der zwölf Absolventinnen und Absolventen des letzten Jahres und ihre Arbeiten möchten wir hier vorstellen.

Die Förderpreise sind jeweils mit 1.500 Euro dotiert und wurden im Rahmen einer offiziellen Feierstunde durch die Sponsoren übergeben.

Zu den Sponsoren zählen:

Ferchau Engineering GmbH
Förderkreis der Hochschule Trier e.V.
Handwerkskammer Trier
Industrie-und Handwerkskammer Trier
Kreissparkasse Birkenfeld
Nikolaus Koch Stiftung
PricewaterhouseCoopers
Sparkasse Trier
Stadtwerke Trier

 

funkAnn-Christin Funk wurde am 21.12.1988 in  Hannover geboren. Sie wohnt heute in Birkenfeld. Dort hat sie von 1995-1999 die Grundschule besucht, bevor sie, von 1999-2005, auf die integrierte Gesamtschule nach Türkismühle ging. Diese verließ Ann-Christin mit einem Abschluss der mittleren Reife. Anschließend besuchte sie die Fachoberschule für Design in Saarbrücken, wo sie innerhalb von 2 Jahren die Fachhochschulreife erlangt hat. Dies war im Nachgang betrachtet eine bedeutende Zeit, da ihr im Rahmen ihrer Hochschulzeit erstmals bewusst wurde, dass Kunst ein Hobby bleiben und kein Beruf werden sollte. Mit dieser Erkenntnis stand Ann-Christin nun vor der Frage, welchen beruflichen Weg sie einschlagen möchte. Nach zahlreichen erfolglosen Bewerbungen in ganz unterschiedlichen Bereichen reifte die Idee in ihr, sich für ein Studium im Rechtswissenschaftlichen Bereich zu bewerben. Aufgrund der räumlichen Nähe sowie des einzigartigen Angebots einer Kombination aus Wirtschafts- und Umweltrecht in einem Bachelor Studiengang begann sie im Oktober 2008 ihr Studium am Umwelt-Campus Birkenfeld. Dieses hat Ann-Christin  im August 2012 mit ihrer Bachelor-Thesis zum Thema „Die öffentliche Auftragsvergabe als Instrument zum Klimaschutz“ erfolgreich beendet. Daran anschließend hat sie im Oktober 2012, ebenfalls am Umwelt-Campus Birkenfeld, ihr Masterstudium im Bereich Energiewirtschafts- und Energieumweltrecht begonnen.

„Die öffentliche Auftragsvergabe als Instrument zum Klimaschutz“

Die Arbeit zeigt klar strukturiert die gesetzlichen Anknüpfungspunkte für die Einbeziehung von Umwelt- und Klimaschutzaspekten auf. Sie ist aus der Perspektive der Vergabestellen geschrieben und arbeitet daher in der Abfolge des Vergabeverfahrens die relevanten Punkte „Beschaffungsbedarf, Spezifizierung des Auftragsgegenstands, Eignungsprüfung und Zuschlagserteilung“ ab, jeweils mit den Möglichkeiten, über die Vergabepraxis auch den Umwelt- und Klimaschutz zu fördern. In der Fachwelt gibt es mittlerweile viele Stimmen, die gerade auch die Beschaffungspolitik der Kommunen als wichtigen Baustein der Energiewende ansehen. Da mittlerweile diverse, ebenfalls in der Arbeit geschilderte spezielle Beschaffungsregelungen – insbesondere seitens der EU – die Berücksichtigung  von umweltbezogenen Effizienzkriterien in der Vergabe verlangen, ist die Arbeit geeignet, um für einen kommunalen Praktiker Hilfestellung zu leisten und wertvolle Anleitung in diesem Handlungsgebiet zu sein.

Die Arbeit wurde von Prof. Dr. Stephan Tomerius betreut und mit dem Förderpreis der Kreissparkasse Birkenfeld ausgezeichnet.

 

FotoSamir Aroudj ist zusammen mit drei Brüdern in der thüringischen Kleinstadt Schmalkalden aufgewachsen und hat dort das Philipp Melanchthon Gymnasium von 2000 bis 2008 besucht. Seine Mutter, Bärbel Aroudj, ist Ingenieurpädagogin mit Diplom. Aus Algerien stammt sein Vater, welcher ausgebildeter Koch ist. Von Oktober bis Dezember 2008 studierte Samir Informatik an der FU Berlin. Danach wechselte er nach Trier und war dort von März 2009 bis Februar 2013 für Digitale Medien und Spiele immatrikuliert. Während seines Bachelors verbrachte er das Wintersemester 2011/12 in Schottland an der University of Abertay Dundee, wo er Module des Studiengangs Computer Games Technology belegte. Das folgende Semester war Samir Praktikant bei Related Designs einer Tochtergesellschaft von Ubisoft in Mainz. Dort schrieb er im Wintersemester 2012/13 seine Abschlussarbeit. Seit März 2013 ist er für Visual Computing an der TU Darmstadt immatrikuliert. Als studentische Aushilfe arbeitet er seit Juli 2013 bei Related Designs, um weiter Praxiserfahrung zu sammeln.

Grammatik basierte Welterzeugung für MMOGs

Die Abschlussarbeit beschreibt ein Hilfswerkzeug, das einen Editor um Funktionalität zur Generierung von nachträglich bearbeitbaren Karten erweitert. Anfangs werden die Anforderungen an ein solches System erläutert. Danach folgt eine Erklärung der Baukästen, die der Benutzer anlegt, um damit die erzeugbaren Level zu definieren. Die Bausätze bestehen aus Bestandteilen, die der strukturellen Gliederung der Karten und dem
Ausfüllen dieser Gliederung mit Objekten, Bodentexturen oder anderen Elementen dienen. Über die Bausets werden für den Nutzer an Lindenmayer-Systemen orientierte Grammatiken transparent angelegt. Bei dem Generierungsprozess berechnet das Werkzeug ein Startwort aus der gewünschten Levelgesamtstruktur und leitet dieses ab. Das Interpretationsergebnis des finalen Worts ist ein spielbarer Weltabschnitt. Gegen Ende der Arbeit werden die erreichten Resultate und mögliche Erweiterungen beschrieben. Nach einem Initialaufwand zur Definition der Bausätze lassen sich schnell viele und unterschiedliche Karten generieren. Die Qualität der Karten hängt direkt von den Bauteilen ab. Der Baukastenansatz ermöglicht eine detaillierte und flexible Steuerung und eine einfach verständliche Arbeitsweise.

Die Arbeit wurde von Frau Prof. Dr. Christoph Lürig betreut und mit dem Förderpreis der Nikolaus Koch Stiftung ausgezeichnet.

 

CMChristian Mpunga Mbuyi wurde am 04.10.1986 in Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) geboren.  Von 2006 – 2008 besuchte er die Berufsbildende Schule in Lahnstein, wo er die Fachhochschulreife erlangt hat. Anschließend begann er im Oktober 2009 ein Bachelorstudium in International Business an der Hochschule Trier und schloss dieses mit einem Notendurchschnitt von 2,2 im Mai 2013 ab. Während seines Studiums belegte er ein Praktikum in der Personalabteilung bei Audi Brussels SA/NV, wo er unteranderem für die Steuerung und Optimierung des Praktikantenprozesses zuständig war sowie verschiedene Projektinitiierungen und –begleitungen vornahm. Ebenso war Christian ein Mitglied des Fachbereichsrats im Bereich Wirtschaft der Hochschule Trier. Um sein Studium zu finanzieren, als auch erste praktische Erfahrungen zu sammeln, arbeitete er bei der Firma Soft-Carrier GmbH in Trierweiler. Zu seinen Tätigkeiten gehörte eine Marketinggerechte Übersetzung von Produktinformationen von Deutsch auf Französisch.  Seit September 2013 ist er für den Masterstudiengang in Human Resources Management an der Université des Sciences et des Technologies de Lille I immatrikuliert.

Le Management interculturel comme outil d’un Leadership international (Interkulturelles Management als Werkzeug eines internationalen Leaderships)

Während der letzten Jahrzehnte ist in vielen Unternehmen ein wachsender Zufluss von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus unterschiedlichen Kulturkreisen zu beobachten. Als Ursachen können u.a. die Demographie, die Nachfrage nach hochqualifiziertem Personal sowie die internationale wirtschaftliche und politische Interdependenz angeführt werden. Besonders  international ausgerichtete Unternehmen stehen so bei steigender Komplexität des Personals vor neuen Herausforderungen. Um diesen Veränderungen gerecht zu werden, steht den Unternehmen ein äußerst wichtiges Instrument zur Verfügung : das interkulturelle Management. Dieses „Werkzeug“ trägt dazu bei, dass Unternehmen kulturelle Unterschiede als eine Chance sehen, sich besser an den internationalen Markt anzupassen und als Markführer zu agieren. Viele Wissenschaftler, wie z.B. Hall, Hofstede und Trompenaars, haben sich der Untersuchung der Kulturunterschiede gewidmet. Ihre Arbeiten  sowie die Analyse der kulturkreisabhängigen Zusammenhänge ermöglichen, verschiedene Leadership-Arten zu erkennen und deren kulturelle Legitimierung zu verstehen.  Eine Fallstudie über EADS, den weltweit größten Marktführer im Luft- und Raumfahrtgeschäft, zeigt beispielhaft, wie ein international agierendes Unternehmen die verschiedenen Kulturen seiner Mitarbeiter in die Unternehmenskultur integriert und dadurch eine internationale Fusion erfolgreich durchführt. Kulturelle Diversität wird als eine Stärke angesehen, welche die Gruppendynamik intensiviert und das Unternehmen durch eine Flut an originalen Ideen bereichert. Bei EADS gilt als Grundsatz: „Only a company that manages to understand the value of diverstity can become truly global.“  Ziel  Arbeit ist es aufzuzeigen, dass ein vom Unternehmen adaptiertes interkulturelles Management maßgeblich dazu beträgt, strategische Vorteile zu erlangen, so dass eine nachhaltige marktführende Positionierung erzielt wird.

Die Arbeit wurde von Frau Prof. Dr. Ute Nikolay betreut und mit dem Förderpreis des Förderkreis der Hochschule Trier e.V. ausgezeichnet.

 

 

RanahansaRanahansa Dasanayake currently works as an International Project Manager at the Institute for Applied Material Flow Management (IfaS), Germany whilst reading for his doctoral degree at the University of Kassel. His divers academic background includes biological sciences, international cooperation policy, and international material flow management/environmental engineering. He has years of work experience at 3M Corporation of USA as a professional services engineer at medical, microbiology and renewable energy platforms. His research interests and expertise include renewable energy technologies, sustainable resource management, and sustainable alternative water supply technologies. His hobbies include reading, traveling, and sport-aviation.

Modeling and Technological Analysis of Renewable Energy Powered Seawater Reverse Osmosis [SWRO-RE] in Circular Economy: a sustainable approach for water-energy nexus

Water-energy is an inseparable nexus. Nevertheless, owing to different economic, marketing, legislative, and policy approaches its visible association has been segregated through commoditization of utility. Hence, we fail to understand the vicious cycles water and energy are entangled in. However, we increasingly experience the consequences of this unwitting segregation with the diminishing supply of cheap and easily accessible energy and freshwater. Ever-increasing demand for these resources coupled with an explosive population growth as we experience now is seen as a lethal combination for an inevitable disaster in the mid-century.

In addressing these issues, notable measures are taken globally, yet they don’t amount to substantial results. Sustainable water-energy nexus being the core concern, decoupling both fossil energy and fossil water from the nexus is being paid attention to. Hence the development of renewable energy powered utilization of backstop supply of water. This new water energy nexus is denoted as the SWRO-RE nexus where Seawater Reverse Osmosis represent the accession of the backstop supply of water and the Renewable Energy represent a gamut of alternative energies available with an unlimited supply to sustainably power the freshwater production process.

In a series of preceding studies, existing impediments for a sustainable association of SWRO-RE nexus in technical and economic sectors were analyzed. It is found that the flaws are within the economic model in which they operate rather than the technologies employed. Hence, a sustainable resource management model which has a prominent focus on sustainable economic activities, known as the Circular Economy (CE) model was evaluated for the integration and the SWRO-RE nexus was modeled in the CE.

To ascertain the practicability of the model, 100% renewable energy development project for Sal Island of Cape Verde archipelago that focuses on achieving energy independence (from fossil based energy sources) and water self-sufficiency by 2020 was employed where a sustainable water-energy nexus was modeled and analyzed for its requirements. Results indicate that the model is not only capable of achieving a sustainable water-energy nexus in this resource constrained/impoverished island but also capable of achieving a holistic sustainable resource management under Sal’ context. Ability to create a host of new employment opportunities, business opportunities and new economic activities, reduction of the loss of purchasing power owing to the opportunities to reduce the cash outflow from the region, distributed generation of utility, pollution prevention and the reduction of environmental pressures due to the existing economic/social activities, enhancing the quality of life by improving the accessibility to energy, water and sanitation are some of the key attributes brought about by this model. These attributes are largely a part of the triple bottom line sustainability, thus it is evident that the SWRO-RE nexus modeled for Sal has the capacity to achieve triple bottom line sustainability, hence a sustainable water-energy nexus.

The thesis was supervised by Prof. Dr. Peter Heck Dr. Michael Knaus and awarded the DAAD prize.