Auslandsaufenthalt in Brasilien: Teil 6 – O resumo

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Fünf Monate sind vergangen, in denen ich die Chance hatte eine neue Kultur kennen, verstehen und lieben zu lernen. Auf dem Rückweg nach Deutschland wird angefangen über die vergangene Zeit zu reflektieren: Ist es immer nötig, dass wir pünktlich sind? Sollten die Professoren in Deutschland nicht eigentlich froh über all‘ diejenigen sein, die pünktlich zur Vorlesung erscheinen? Wieso ist uns Deutschen Organisation eigentlich so wichtig? Wie wird Schönheit definiert? Wie kurz darf und wir kurz muss ein Bikini sein? Und warum wird in Deutschland immer über Arbeit und in Brasilien immer über Schönheit gesprochen? Was bedeutet uns Deutschen eigentlich Familie? Und wie hat diese Zeit mich eigentlich verändert?

Es gibt keine perfekten Antworten. Es gibt aber verschiedene Blickwinkel. Und ich kann jedem empfehlen einmal seinen üblichen Blickwinkel zu verlassen und die Dinge von einer anderen Seite zu betrachten. Beispielsweise eben im Rahmen eines Auslandssemesters von einem anderen Land aus. Was ihr dazu braucht?

– Eine bestimmte Anzahl an ECTS-Punkten. (Genaue Informationen dazu in der Prüfungsordnung.)

– Eine Kontaktperson vor Ort, die euch hilft alles zu organisieren. (Falls jemand an Brasilien Interesse hat, kann er sich gerne an mich wenden.)

– Viel Neugier und etwas Mut, um euch auf die Reise zu begeben. (Die Koffer könnt nur ihr selbst packen.)

– Ein Visum. (Je nachdem in welches Land die Reise gehen soll.)

– Ein kleines bisschen Leichtsinnigkeit, um euch auf die neue Kultur einzulassen. (Nur weil man etwas isst, was man nicht kennt, stirbt man noch nicht direkt.)

– Ausreichend Humor, um über sich selbst und die kulturellen Unterschiede zu lachen. (Ab wann ist ein Bikini ein Bikini? – Ansichtssache…)

– Ausreichend finanzielle Mittel, um problemlos zurecht zu kommen. (Es gibt bspw. das PROMOS Stipendium vom Senatsausschuss für internationale Fragen, aber auch andere Möglichkeiten.)

– Eine Visakarte. (Nichts ist schlimmer als Geld zu haben, aber nicht ran zu kommen!)

Nun und dann habt ihr die wichtigsten Dinge schon zusammen und es kann los gehen!

Wer genauere Informationen über unsere Partnerhochschulen möchte, sollte sich ans Akademische Auslandsamt wenden. Wenn ihr ein Stipendium möchtet, solltet ihr im Internet zunächst recherchieren. Für Rückfragen stehe ich natürlich auch gerne zur Verfügung. Ansonsten bleibt mir nur euch zu wünschen, dass der ein oder andere den Blick über den Tellerrand wagt!

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Auslandsaufenthalt: Teil 5 – Von Argentinien bis nach Uruguay

Itaipu

Die Wochenenden und Feiertage nutze ich hauptsächlich, um Brasilien besser kennen zu lernen. Brasilien ist rund 20-mal so groß wie Deutschland und hat landschaftlich dementsprechend sehr viel zu bieten. Am meisten hat mich  der Ort „Foz do Iguaçu“ beeindruckt, der an der Grenze zu Argentinien und Paraguay liegt. In dem dortigen Nationalpark, der sich auf brasilianischer und argentinischer Seite befindet, sind 20 größere und über 250 kleinere Wasserfälle zu sehen. Dazu gehört mit rund 14000 MW Nennleistung das zweitgrößte Wasserkraftwerk der Welt, Itaipú. Dieses wiederum befindet sich auf der Grenze von Brasilien und Paraguay. Weiterlesen

Der Crossmedia Festival-Sommer

Unser Festival-Sommer nähert sich mit dem Semester langsam dem Ende zu, daher wird es Zeit unsere bisherigen Highlights ins Rampenlicht zu rücken. Die drei interessantesten Veranstaltungen für uns als Crossmedia-Team waren die YOUroZone in Tholey sowie das Green Hill Festival und die Metalnight am Campus.

Im Mai entsandten wir unser Team zum Schaumberg-Plateau, wo die YOUroZone – das Gipfelfest der europäischen Jugend – stattfand. Im Mittelpunkt des Festes steht die Europa-Idee, mit einem Staatenbund, der für die Freiheit, Demokratie und Menschenrechte kämpft. Die Veranstaltung gab diesem Gedanken einen Ort zum Ausleben und den jungen Erwachsenen und allen anderen interessierten Besuchern die Möglichkeit ihre europäischen Nachbarn näher kennen zu lernen und Vorurteile abzubauen. Fremdsprachen stellten dabei keine Barriere dar, denn bei Tanz, Musik, Akrobatik, Kunst und in gemeinsamen Projekten verstand man sich auch so. Für diese Unterhaltung wurden Künstler aus ganz Europa eingeladen. Organisiert wurde die YOUroZone von der europäischen Akademie Otzenhausen (EAO), der Caritas und vielen Organisationen und Vereinen aus der Umgebung.

Zu den Programm-Highlights zählten die Landung von Fallschirmspringern, verschiedene Musik- und Tanzgruppen, die Akrobatikgruppen Circus unARTiq, Parcouring, eine Musicalshow und sogar ein Flashmob.

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Unsere Mitglieder waren vor Ort, um sich von dieser einzigartigen Veranstaltungsidee selbst zu überzeugen. Damit auch ihr euch davon überzeugen könnt, haben wir alles dokumentiert. Die Aufnahmen wurden von den Crossmedia-Mitgliedern zu einem Trailer zusammengeschnitten. Zusätzlich wurden Fotos von den spannendsten Momenten gemacht. Diese Fotos wurden als Highlight schon am frühen Abend des Festes auf den 36m hohen Schaumbergturm projiziert, was zu einer einzigartigen Stimmung führte und den Geist des Gemeinsamen noch unterstrich.

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In den Videos werden die verschiedenen Projekte vorgestellt, Interviews mit den Künstlern geführt und Meinungen von den Besuchern eingeholt. Das Herz dieser Veranstaltung wurde dabei in einer 35 minütigen Dokumentation zusammengefasst. Jeder Besucher durfte seiner persönlichen Meinung zum Thema Europa Ausdruck verleihen und dies taten auch viele Menschen, was uns und den Veranstaltern sehr gefallen hat.

Auf die YOUroZone folge am 25. Mai das Green Hill Festival und es wurde wieder mal ordentlich gerockt. Incantare, Versus You, Götz Widmann, Jelly Toast, Sentinel Sound und Kitty & Kalle waren auf der Bühne und mischten den Campus mit guter Musik auf.

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Das Wetter war hervorragend und die Laune der Besucher noch besser. Unser Team war selbstverständlich mittendrin und hat alle Emotionen auf Video gebannt, damit alle, die dieses Spektakel verpasst haben, es hautnah nacherleben können. Für die Band Incantare wurde aus dem Filmmaterial ein eigenes Musikvideo erstellt. Wir hoffen, dass die Band mit dem Ergebnis zufrieden sein wird. Uns hat es jedenfalls, genauso wie das gesamte Festival, großen Spaß gemacht und wir freuen uns auf nächstes Jahr.

Am 09.05.2014 fand zum ersten Mal die Metalnight direkt hier am Umwelt-Campus Birkenfeld statt. Mit dabei waren die Bands Light to the Blind, Ancient Gods, Traumata und InfiNight. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam von AStA und Mitgliedern unserer Crossmedia-Teams. Um den Erfolg zu gewährleisten, gaben alle Beteiligten ihr Bestes und scheuten keine Arbeit, egal ob Bereitstellung der Technik, Werbung, Betreuung der Bands oder Verpflegung. An alles wurde gedacht und dies wurde auch mit einem erfolgreichen Abend belohnt.

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Wie üblich bei uns, wurden alle Einzelheiten und Emotionen auf Video festgehalten. Zusätzlich wird es in Kürze ein Live-Album, mit der aufgenommen Musik von allen Auftritten, geben. Ein Mitglied unseres Teams arbeitet im Rahmen eines Hochschul-Projektes an der Realisierung dieser großen Aufgabe.

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Wie man anhand der Fotos sehen kann, ging es rund und sowohl die Künstler als auch die Besucher hatten eine Menge Spaß. Es gibt sogar Gerüchte, dass es regelmäßig einen Konzertabend geben soll. Haltet also Ohren und Augen offen.

Wir hören uns…

Beitrag: Christian Gülden
Bilder: Aleksej Tsapovskij, Helene Neufeld