„Feuer, Wasser, Luft und Erde“ – Weihnachtsvorlesung des Cusanus-Gymnasiums St. Wendel am Umwelt-Campus Birkenfeld

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  Zum wiederholten Male präsentierten Schülerinnen und Schüler der 11. Klassenstufe gemeinsam mit ihrem Lehrer Dr. Martin Wagner am 9. Dezember eine interessante und unterhaltsame Weihnachtsvorlesung am Umwelt-Campus Birkenfeld. Unter dem Titel „Feuer, Wasser, Luft und Erde“ führten die Schülerinnen … Weiterlesen

Heute vernetzen – Morgen gewinnen!

vitaminB-Zeitungsausschnitte

Vitamin B, allgemein bekannt als „Vitamin Beziehung“, also Beziehungen, die im Alltag – sowohl beruflich als auch privat – weiter helfen können. Auch wenn diese Art der „Jobvermittlung“ vielerorts noch immer verpönt ist und die eigene Leistung auf den ersten Blick geschmälert wird, ist das eigene Netzwerk auf dem Arbeitsmarkt viel wichtiger als Arbeitsagenturen, Zeitungsannoncen und Stellenbörsen (vgl. bspw. sueddeutsche.de, n-tv, CIO).

Frühzeitig beginnen und langfristig dranbleiben

Schon mit Beginn des Studiums ist klar: das nächste Praktikum kommt bestimmt und trotz einiger Hürden wie Klausuren und Hausarbeiten steht am Ende hoffentlich die Abschlussarbeit. Warum nicht heute schon Kontakte für morgen knüpfen?
Ein erster Schritt in Richtung erfolgreiches Vernetzen im Bereich Schule, Hochschule und Wirtschaft ist das Angebot der Plattform vitaminBIR – in Anlehnung an Vitamin B für den Landkreis BIRkenfeld. Die Website bietet die Möglichkeit ein eigenes Bewerberprofil anzulegen und sich den Unternehmen in der Region zu präsentieren. Darüber hinaus werden aktuelle Stellanzeigen von Ferienjob, Nachhilfe bis zur Vollzeitstelle veröffentlicht. Um insbesondere persönliche Kontakte aufbauen zu können, finden sich Veranstaltungshinweise, z.B. auf die nächste Firmenkontaktmesse. Wurde ein Jobgesuch hinterlegt, wird der Nutzer per Mail informiert, sobald ein neues Angebot, welches zu seinem Gesuch passt, veröffentlicht wurde.

Existenzgründung mit dem richtigen Fundament

Unternehmen in der Region, Stellenanzeigen, Praktika… alles schön in gut – aber wie werde ich mein eigener Chef?

vitaminBIR ist seit neustem auch hier Anlaufstelle. Denn wer sich selbstständig machen will, kann auf ein umfangreiches Netzwerk nicht verzichten. Im Landkreis Birkenfeld ist mit den traditionellen Unternehmen vor Ort ein reicher Erfahrungsschatz vorhanden. Auf www.vitamin-bir.de/unternehmenspatenschaften erklären sich erfahrene Unternehmer bereit, ihr Wissen im Sinne einer Patenschaft an Jungunternehmer und Existenzgründer weiterzugeben. Über die Plattform können Interessierte Kontakt mit potentiellen Unternehmenspaten aufnehmen. Zudem finden Gründer und die, die es werden wollen, auf der Website Informationen zu Anlaufstellen und Beratungsmöglichkeiten rund um das Thema „Gründen“.

vitaminBIR wurde im Rahmen eines Projektes im Modellvorhaben LandZukunft, gefördert vom BMEL, entwickelt. Nähere Informationen zur LandZukunft Modellregion Birkenfeld: www.landzukunft-birkenfeld.de

Mit Pfeil und Bogen

Anlässlich der Exkursionswoche im Fachbereich Technik, Fachrichtung Maschinenbau, fand dieses Jahr erstmalig ein für Maschinenbauer und Wirtschaftsingenieure ungewöhnliches Projekt statt. Die Studierenden fertigten, berechneten und erprobten „alemannische Langbögen“ aus Robinienholz.

Foto 16.05.14 14 14 33Gespannt waren alle schon lange vor Kursbeginn. Die umfangreichen Vorarbeiten, der Bau der Tillerwand (Messvorrichtung zum Ausrichten der Wurfarme eines Bogens), die Bestellung von Werkzeugen und Bogenbaumaterialien hatte die Teams bereits Wochen vorher beschäftigt. Die Arbeits- und Zeitpläne wurden vorher in gemeinsamer Zusammenarbeit von Schreiner Peter Bach und Prof. Dr. Wittmann erstellt.

Grobe Vorarbeit (1.Tag)
Am frühen Montagmorgen ging es – ungewöhnlich pünktlich für Maschinenbaustudenten – in der Schreinerwerkstatt los. Tagesziel war, Baumstämme zu spalten und grob mit der Kreis- und der Bandsäge zu bearbeiten und für die spätere Ausformung der Bögen vorzubereiten.

Bogenform und Kontur (2-4.Tag)Foto 12.05.14 15 00 13
Die nächsten Tage waren mit Holz hobeln, feilen und schmirgeln ganztägig ausgefüllt. Der aufkommende Enthusiasmus wurde nur gelegentlich von Blasen an den Händen und ersten gebrochenen Bögen gedämpft. Bogenholz von der nahegelegenen Stadtförsterei, welches bereits vor über 2 Jahren geschlagen wurde, war jedoch noch reichlich vorhanden, so dass auch einige Fehlversuche die Lust am Werken nicht dämpfen konnten. Neben der handwerklichen Arbeit kam auch der wissenschaftliche Aspekt nicht zu kurz. Dank der Unterstützung von Prof. Dr. Hinzen (Lehrgebiet Maschinenelemente, Anm. d. A.) wurden in einem Vortrag die Federkraft, das E-Modul und die maximalen Zugkraft eines Bogens berechnet. Beim Tillern der Bögen (Ausrichtung der Wurfarme, Anm. d. A.) Foto 12.05.14 10 20 47ließ sich nach dem ersten verdächtigen Knacken der ein oder andere Bruch feststellen. Nach anfänglichem Frust der eifrigen Bogenbauer war der Schreiner, Herr Bach, die Rettung. Schnell waren aus einigen selbst zugeschnittenen und verleimten Leisten weitere Bogenrohlinge hergestellt und es konnte weitergehen. Um den Frust nach den ersten Bogenbrüchen zu stillen, wurde für die eifrigen Robin-Hood-Schüler ein gemeinsames Weißwurstfrühstück organisiert. Die Weißwürste und das dazu passende Weizen hoben die Moral soweit wieder, so dass noch ausreichend Bögen für jeden aus Robinie und Buchenleimholz gefertigt werden konnten.

Bogen schießen, Grillen (5. Tag)Foto 16.05.14 11 24 55

Der ersehnte Tag des Ausprobierens war da. Endlich konnten die Ergebnisse der Woche ausführlich auf dem Bogenschießparcours in Kopp getestet werden. In kleinen Gruppen wurde der Parcours durch den Wald bestritten. 15 Schaumstofftiere galt es mit Pfeil und Bogen zu treffen. In der Mittagspause wurde bereits über die Erfolge des 1. Teils des Parcours diskutiert und Verbesserungen fürkünftige Bögen besprochen. Am Ende kam es, wegen Gleichstands, zum Stechen zwischen Prof. Dr. Wittmann und Herrn Justus, welches Prof. Dr. Wittmann knapp für sich entschied. Bevor es nach Hause ging wurde die Woche mit einem gemeinsamen Grillabend bei einem Kommilitonen abgeschlossen.

Autoren
Marian Gerten
Robert Kist
Jens Kuhn
Prof. Dr. Wittmann