Neue Professorin am Standort Idar-Oberstein

Prof. Eva-Maria Kollischan | Fachbereich: Gestaltung | Dienstantritt: 01.09.2014

Name: Eva-Maria Kollischan Fachbereich: Gestaltung Fachrichtung: Edelstein und Schmuck Dienstantritt: 1.9.2014

Eva-Maria Kollischan

Worin besteht Ihr Hauptaufgabengebiet?

Künstlerische Gestaltung in den Studiengängen BFA und MFA

 

Was war Ihre Motivation für die Hochschule Trier?

Die FR Edelstein und Schmuck ist bekannt für engagierte Lehre und Studienarbeiten, auch unter bildenden Künstlern. Die Philosophie der FR, die sehr offen, reflektiert und künstlerisch anspruchsvoll ist, hat mich überzeugt, mich dort zu bewerben.

 

Wie sind Ihre ersten Eindrücke?

Die FR ist sehr familiär, die Lehre wird sehr sorgfältig und gewissenhaft durchgeführt, die Studierenden, auch im internationalen MFA Studiengang, sind sehr gut betreut.Außerdem lerne ich selber gerade vieles über Edelsteine, die Bearbeitung und die Entstehung von anspruchsvollem Schmuck, da ich aus der bildenden Kunst komme und die Schmuck-Welt neu für mich ist.

 

Was sind Ihre Hauptziele in der Lehrtätigkeit?

Mein Hauptziel ist, den Studierenden einen Begriff von Kunst nahe zu bringen.

 

Was bedeutet es, in der heutigen Zeit Künstler (= Schmuckkünstler = Kulturschaffender) zu sein?

Unsere Zeit ist von starken Veränderungen geprägt: neue Einflüsse durch technische Veränderungen, neue Medien, Reizüberflutung, die Allgegenwärtigkeit der Medien, die Globalisierung; all das stellt hohe Anforderungen an Künstler. Wie kann man als Künstler trotz Überflutung und Schnelllebigkeit flexibel bleiben und gleichzeitig den eigenen Weg gehen? Ich möchte die Studierenden angemessen begleiten und jedem einzelnen helfen, seinen eigenen Weg zu finden.

 

Was schätzen die Studierenden an Ihnen?

Das kann ich noch nicht einschätzen. (Wenn nötig, könnte ich nachfragen.)

 

Wie können Sie die Hochschule Trier unterstützen?

Ich unterstütze die HS Trier mit meiner Begeisterung und meinem Engagement für die Notwendigkeit von Kunst in einer immer stärker funktionalen und konsumorientierten Zeit. Kunst ist meiner Meinung nach eine wesentliche Möglichkeit, jedwede Entwicklung immer mit dem nötigen Abstand zu betrachten, sich eine unabhängige Meinung zu bilden und reflektiert zu handeln.

 

Bis jetzt hat mich in Trier am meisten beeindruckt …

Da ich in Idar-Oberstein tätig bin, war ich bisher nur für ein paar viel zu kurze Besuche in Trier. Ich hoffe, ich werde möglichst bald die Gelegenheit bekommen, den Fachbereich kennen zu lernen.

An IO hat mich am meisten beeindruckt, was es bedeutet, sich mit einem Naturprodukt, das endlich ist, wie dem Edelstein, auseinander zu setzen und wie viel Fachkenntnis, Einfühlsamkeit und Ideen notwendig sind um mit Edelstein angemessen in der heutigen Zeit zu arbeiten.

 

Mein neues Aufgabengebiet ist …

Sehr anregend für meine Arbeit in der Lehre und meine künstlerische Auseinandersetzung.

 

… und noch ein paar persönliche Fragen:

Ihr Lieblingskomponist?

Morton Feldman.

 

Welche Eigenschaften schätzen Sie am meisten?

Klarheit.

 

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Schöpferisch tätig sein, zeichnen, malen, entwickeln von räumlichen Fragestellungen, nähen, konstruieren.

 

Was wäre für Sie das größte Unglück?

Blind sein.

 

Ihr wichtigster Lehrmeister?

Künstler, die nicht nur fachlich, sondern auch menschlich groß sind.

 

Ihr Lieblingstier?

Erdmuffel – die sieht man sehr selten; man muss sich gewaltig anstrengen, um sie zu sehen. Außerdem braucht man Phantasie und Humor, um in der Lage zu sein, sie zu sehen. Trotz der Anstrengung gelingt das nicht jedem. Sie sind womöglich vom Aussterben bedroht. Manch einer bekommt sie sein Leben lang nicht ein einziges Mal zu Gesicht. Im Gegenteil zu dem was der Name erwarten lässt – man denkt an faule, lichtscheue, unansehnliche Tiere – sind Erdmuffel sehr gewitzt, originell und jederzeit für eine Überraschung gut.

 

Ihr Lieblingsschriftsteller?

David Foster Wallace

 

Welche Erfindung bewundern Sie am meisten?

Flugzeug

 

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Humor

 

Ihr Motto?

Nutze den Tag.

 

Mit wem möchten Sie an der Hotelbar ein Bier trinken?

Vivienne Westwood, Schorsch Kamerun und Jonathan Meese.

 

Und worüber reden?

Was ist ein Mensch? Was macht den Menschen aus?

Wie können wir das Beste aus unserer Zeit hier machen?

 

Neuer Professor am Standort Trier

Prof. Dr. Sven König | Fachbereich: Technik | Dienstantrit: 01.09.2014

Name: Prof. Dr. Sven König Fachbereich: Technik Dienstantritt: 01.09.2014

Sven König

Worin besteht Ihr Hauptaufgabengebiet?

Im Fachbereich Technik bin ich für die Aufgabengebiete Turbomaschinen und Strömungslehre verantwortlich.

 

Was war Ihre Motivation für die Hochschule Trier?

Die Aufgabengebiete an der Hochschule passen sehr gut zu dem, was ich während meiner Zeit bei Siemens gemacht habe. Außerdem hatte ich von dem Bewerbungsverfahren einen positiven Eindruck und die Stadt und Umgebung gefallen mir sehr gut.

 

Wie sind Ihre ersten Eindrücke?

Der erste Eindruck ist sehr positiv. Die Arbeit mit den Studenten macht Spaß und es gibt viele nette Kollegen.

 

Was sind Ihre Hauptziele in der Lehrtätigkeit?

Die Studenten zu kritischem Denken anzuregen und fachlich die Basis zu legen, damit sie dies auch anwenden können.

 

Was schätzen die Studierenden an Ihnen?

Da fragen Sie mal lieber die Studenten …

 

Wie können Sie die Hochschule Trier unterstützen?

Ich versuche meine Erfahrungen aus der Industrie und von verschiedenen Universitäten in Deutschland und den USA in die Lehre einfließen zu lassen. Im Bereich der Forschung möchte ich den Studenten die Möglichkeit geben auch an größeren Industrieprojekten praktische Erfahrungen zu sammeln.

 

Bis jetzt hat mich in Trier am meisten beeindruckt …

Wenn man aus dem Ruhrgebiet an die Mosel kommt ist vor allem die schöne Landschaft beeindruckend.

 

Mein neues Aufgabengebiet ist …

spannend und eine wichtige Grundlage für die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure.

 

… und noch ein paar persönliche Fragen:

Ihr Lieblingskomponist?

Je nach Stimmungslage höre ich sehr unterschiedliche Musik.

 

Welche Eigenschaften schätzen Sie am meisten?

Aufrichtigkeit, den Mut neue Wege zu gehen.

 

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Im Moment verbringe ich viel Zeit mit der Familie. Mit drei Kindern wird es nicht langweilig. Daneben Sport (vor allem Mountainbiken) und falls ich die Ruhe finde (kommt leider nicht so oft vor) auch das Fotografieren.

 

Was wäre für Sie das größte Unglück?

Falls jemand in der Familie ernsthaft erkranken würde. Gesundheit ist das Wichtigste.

 

Ihr wichtigster Lehrmeister?

Das Leben selbst ist wohl der beste Lehrmeister.

 

Ihr Lieblingstier?

Raubkatzen. Nicht zu verwechseln mit Hauskatzen!

 

Ihr Lieblingsschriftsteller?

Habe ich keinen. Die Bücher sollten spannend oder lustig sein.

 

Welche Erfindung bewundern Sie am meisten?

Würde jemand die Navier-Stokes Gleichungen lösen, dann hätte ich da einen klaren Favoriten.

 

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Fliegen wäre nett. Dann könnte ich mein Fachgebiet Aerodynamik gleich in die Praxis umsetzen.

 

Ihr Motto?

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

 

Mit wem möchten Sie an der Hotelbar ein Bier trinken?

Dirk Novitzki.

 

Und worüber reden?

Wie es sich anfühlt als Deutscher die NBA aufzumischen.

Projekt „100 Tage“ – Begleiteter Perspektivwechsel und Motivation zur (Selbst-)Verpflichtung!

Im Rahmen der Ausschreibung „Innovative Studieneingangs­pha­­se“ der Heinz Nixdorf Stif­tung und des Stifterver­bands für die Deutsche Wissenschaft be­­teiligte sich An­fang 2014 auch die Hoch­schule Trier.

Unter den 110 teilnehmenden deut­schen Hoch­schulen wurde die Hochschule Trier mit ihrem innovativen Projekt­ansatz „100 Tage“ als einer von fünf Ge­winnern im Rahmen der Final­runde in Berlin ausge­zeichnet.

Das Vorhaben

Mit dem Förderprogramm wer­den Hochschulen dabei unter­stützt, ein Studienein­gangs­sys­tem zu entwickeln, das auf die be­sonderen Anforderungen einer zuneh­mend heterogenen Stu­dieren­denschaft eingeht, Bil­­­dungs­­reserven erschließt, den allgemeinen Studienerfolg er­höht und die Qualität der Lehre verbessert. Das von der Hoch­schule Trier eingereichte Pro­jektkonzept überzeugte nach Angaben der Jury „mit einem Projektansatz wider dem Mainstream sowie der kon­se­quen­ten Stärkung der Eigen­verantwortung von Studie­ren­den“ und erhielt eine Projekt­förderung bis Ende 2016 zur Umsetzung im Modellfach­be­reich Informatik.

Im Juli 2014 hat das „100 Tage“-Projektteam seine Arbeit aufgenommen und wird bis zum Ende der Förderlaufzeit die Studienanfänger im Fach­bereich Informatik dabei unter­stützen, ihre neue und noch ungewohnte Rolle als Studie­ren­de zu erkennen, diese zu hinter­fragen, zu ak­zep­tieren und sich eigen­ver­ant­wortlich zu posi­tionieren. Mit dem Projekt soll den Studie­ren­den ganz konkret die Chance gegeben werden, sich intensiv mit ihrer Studien­entscheidung aus­ein­anderzu­set­zen. Die Studie­ren­den wer­den über „100 Tage“ aktiv be­glei­tet und es wird ihnen ver­deut­licht, dass Stu­dium in erster Linie Eigen­initiative und nicht Außen­steue­rung bedeu­tet.

Bildquelle: mit freundlicher Genehmigung von Moleskine SpA, Italien

Bildquelle: mit freundlicher Genehmigung von Moleskine SpA, Italien

Das Vorgehen

Während der Umsetzung des Projekts „100 Tage“ werden drei konkrete, aktivierende, ziel­gruppenorientierte und zeit­ge­mäß gestaltete Werkzeuge er­ar­beitet, die im Projektverlauf kon­tinuierlich weiterentwickelt werden.

  • Das Notebook: ein gedruck­tes Buch für persönliche hand­schriftliche Eintragun­gen und mit zahlreichen In­ter­­aktionsmöglichkeiten.
  • Die App: eine digitale Variante des Notebooks für mobile Endgeräte mit zu­sätz­lichen Funktionen, ta­ges­aktuellen Terminen, In­for­mationen und Hin­weisen.
  • Das Portal: eine neue Ein­stiegsseite mit kontext­sen­sitiver Unterstützung der Grup­pe der Studien­an­fän­ger/-innen innerhalb der be­ste­henden Hochschul­web­site.

Darüber hinaus werden Einzel­maßnahmen und Veran­stal­tungs­­konzepte für die ers­ten 100 Tage erarbeitet, die den Stu­dierenden in den fol­genden vier Bereichen indivi­duelle Un­ter­­stützung bieten und das eigen­ständige, selbst­be­wusste Han­deln anregen und stärken sollen:

  • Fachliche Wissensbasis
  • Soft Skills / Selbstmanage­ment
  • Soziale Integration
  • Umfeldorientierung
Das „100 Tage“-Projektteam (von li. nach re.): Janine Kleinbauer, Vizepräsident Prof. Dr. Andreas Künkler, Romy Thomm und Christian Bettinger

Das „100 Tage“-Projektteam (von li. nach re.): Janine Kleinbauer, Vizepräsident Prof. Dr. Andreas Künkler, Romy Thomm und Christian Bettinger

Der aktuelle Stand und die nächsten Tage

Aktuell läuft parallel eine Viel­zahl an konzeptionellen und ers­ten Umsetzungsarbeiten. Zu­­­dem wurde eine Bestands­auf­nahme unter den Stu­dien­an­fängern/-innen des WS 2014/ 2015 durchgeführt, bei der Erst­semester-Studierende zu Stu­dien­­erfahrungen und Ein­drücken während der ersten „100 Tage“ sowie zu Gründen und Motivation der eigenen Studiengangswahl befragt wur­den. Diese Bedarfsanalyse soll Hinweise zu Unterstützungs­be­darfen bei den Studienanfän­gern/-innen geben und kon­krete Themen aufzeigen, die für die Studierenden von beson­de­rem Interesse sind.

Neben den konzeptionellen Ar­bei­ten und der Bestands­auf­nah­me wurden auch bereits ver­schiedene Funktionalitäten der App im Fachbereich im­ple­men­tiert. Das erste Mei­len­stein­treffen Mitte Dezem­ber doku­men­tierte die bisherigen Er­geb­nis­se.

 

Der Ausblick

Bei erfolgreicher Durchführung des Projekts „100 Tage“ innerhalb des Modellfach­be­reichs Informatik sollen die entwickelten Werk­zeu­ge und Einzelmaßnahmen fächer­­über­grei­fend allen Stu­dien­­anfän­gern/-innen der Hoch­schule Trier zur Verfügung gestellt werden.

 

Autorin: Romy Thomm