12. Nacht der Wissenschaft

There and Back again – Hobbits im Hörsaal

Am 11.11.2015 fand am Umwelt-Campus Birkenfeld die 12. Nacht der der Wissenschaft statt. Etabliert und von der Hochschule vor einigen Jahren ins Leben gerufen, ließen sich die zahlreich erschienen Gäste über die Forschungsstände der Professoren informieren. Prof. Dr. Axel Kihm, der Vizepräsident der Hochschule Trier, leitete den Abend ein und erklärte, wie die Veranstaltung zustande gekommen war. Alle vier Jahre können Professoren für bis zu sechs Monate von der Lehrtätigkeit für Forschungsaktivitäten freigestellt werden. Die Ergebnisse der Forschung werden den Gästen der Nacht der Wissenschaft vorgestellt.

Den Anfang machte Prof. Dr.-Ing. Michael Wahl. Nicht das Forschungssemester führte ihn in die Reihe der Vortragenden, sondern dass er als ehemaliger Student und Mitarbeiter am Umwelt-Campus im Herbst diesen Jahres seinen Ruf an die Hochschule angenommen hat. Prof. Dr. Wahl war einer der ersten Studenten am Umwelt-Campus. In unterhaltsamer Weise berichtete er für die Gäste der Nacht der Wissenschaft über seine Reise vom Umwelt-Campus zurück zum Umwelt-Campus. Improvisation und Teamgeist hatten die ersten Jahre des Aufbaus am Campus gefordert, diese hat er in seiner gesamten beruflichen Laufbahn stets abrufen können und müssen. Egal ob bei der Entwicklung von Steuergeräten bei Bosch oder dem Aufbau einer Großanlage in Südkorea, kulturelle Herausforderungen und unterschiedliche Normen waren mit den am Campus gelernten Soft Skills gut zu meistern.

Nicht weniger unterhaltsam, jedoch aus einem ganz anderen Bereich berichtete Prof. Dr. Georg Wenglorz von seinem Forschungsgebiet. Er schickte den anwesenden Studierenden die Warnung vorweg, seinen Vortrag nicht als Beispiel zu übernehmen, da durch die fehlenden Paragraphen-Erwähnung zwar der Unterhaltungswert seines Vortrages gesteigert werde, allerdings wäre dies für angehende Juristen eine Schlechte-Noten-Garantie. Paragraphen vermisste im Vortrag niemand, dafür erklärte Professor Wenglorz umso anschaulicher, warum die Tankstellenpreise schwanken und wie Gesetzeslücken für den Verbraucher nicht zufriedenstellend umgangen werden.

Eine Wirtschaftsreise nach China war Ausgangspunkt des Vortrages von Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Gerke. Mit einer Delegation des Rheinland-Pfälzischen Wirtschaftsministeriums unter der Leitung von Wirtschaftsministerin Eveline Lemke besuchten Professoren der Hochschule Trier und des Umwelt-Campus Birkenfeld verschiedene Hochschulen und Universitäten in mehreren chinesischen Städten, u. a. Shanghai, Xiamen und Quingdao. Ziel der Reise war es, Kooperationen zur Forschung und zum Studierendenaustausch zu knüpfen.

Den Abschluss des Abends bildete die Worst Case-Analyse von Professor Dr. Oliver Braun. Er besuchte den angesehenen Mathematiker Ron Graham an der University of California in San Diego und entwickelte mit ihm zusammen eine Fallanalyse zur optimalen Ressourcennutzung. Für die Studierenden sind die Kontakte von Prof. Dr. Braun sehr wertvoll, da die Auslandssemester im Studium angerechnet werden können.

Bei den Gästen blieb ein eindrucksvolles Gefühl zurück, dass Professoren nicht nur Lehren, sondern sich auch über ihr Deputat hinaus um wertvolle Chancen für Studierende bemühen. Dies konnten die Anwesenden im Anschluss beim Get together ausgiebig besprechen.

v.l.n.r. Prof. Dr. Klaus Helling , Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Gerke, Prof. Dr.-Ing. Michael Wahl, Prof. Dr. Oliver Braun

Bildung zur Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz wird am Umwelt-Campus Birkenfeld groß geschrieben

Der Umwelt-Campus Birkenfeld setzt eine seiner Schwerpunkte in der Bildung zur Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz. Er ist unterstützendes Mitglied seit der Gründung des Netzwerkes zur Bildung in der Ressourceneffizienz (BilRess) auf Bundesebene in 2014 und aktiver Unterstützer der Netzwerkkonferenzen. Prof. Dr.-Ing. Susanne Hartard, Lehrgebiet Industrielle Ökologie, vertritt den Umwelt-Campus auf der Begleitenden Fachausstellung der BilRess Konferenz in Berlin (22./23.September 2015)

Schon seit der Gründung des Umwelt-Campus Birkenfeld, der in 2016 sein 20-jähriges Jubiläum feiern wird, zählen die Lehrangebote und Tagungen des Umwelt-Campus Birkenfeld zur Ressourcenschonung und –effizienz (PIUS, EffCheck, Kreislaufwirtschaft) zu den Kernthemen des für seine Nachhaltigkeitslehre bekannten Campus.

Dazu tragen mittlerweile etliche Professuren an beiden Fachbereichen bei. Der Umwelt-Campus Birkenfeld hat sich als Leuchtturm in der Nachhaltigkeitsbildung als Studienstandort einen Namen gemacht und wird mit innovativen neuen Studiengängen wie dem berufsbegleitenden Masterstudiengang „Sustainable Change – Vom Wissen zum Handeln“, der für die Qualifizierung von Fachpersonal in Unternehmen äußerst attraktiv ist, sein Angebot noch ausweiten. Das Studium verknüpft fundiertes ökologisches, technisches, ökonomisches und soziopolitisches Fachwissen und vermittelt einen Überblick über die Grundlagen der Nachhaltigkeit aus verschiedensten Perspektiven. Die Master-Studierenden lernen, unternehmerische Veränderung und gesellschaftlichen Wandel zu verstehen und werden zu Pionieren des Wandels. Ihnen werden Know-how und Werkzeuge an die Hand gegeben, diesen Wandel zu initiieren, zu gestalten, erfolgreich voranzutreiben und zu begleiten – verantwortungsvoll, nachhaltig und werterhaltend.

Studierende entwerfen Plakate für die Oper „Carmen“

Ein Musiktheaterprojekt in Kooperation mit der Porta-Nigra-Schule – Lebenshilfe e.V., Theater Trier und dem Studiengang Kommunikationsdesign der Hochschule Trier.

Nach dem großartigen Gelingen der Produktion der Porta Nigra Schule in Kooperation mit dem Theater Trier „DIE ZAUBERFLÖTE“ im Jahr 2013 (Preise: Beim „Junge Ohren Preis 2013“ wurde die Produktion in der Kategorie „Best Practice/ Partizipatives Projekt“ prämiert und von Bundespräsident Joachim Gauck in der „Sparte Musiktheater / altersübergreifende Projekte“ als Preisträger beim Wettbewerb „Kinder zum Olymp!“ ausgezeichnet) hat das Lehrerteam gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Porta-Nigra-Schule Trier wieder beschlossen eine Opernbühne zum faszinierenden Spielplatz der Fantasie und der ultimativen Gemeinschaftserfahrung zu schaffen.

In diesem Jahr stand Georges Bizets CARMEN auf dem „Spielplan“ der Trierer Schule der Lebenshilfe e.V. Die großen und kleinen „Profis“ sangen, spielten, tanzten und turnten unter der bewährten Regie und Choreographie von Jean-Pierre Lamperti. Das Bühnenbild (Susanne Weibler) und die Kostüme (Carola Vollath) waren im Schulunterricht von den Kindern selbst gefertigt.

Und wieder ist es dabei zu einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Theater Trier und der Porta Nigra Schule, erweitert durch einen weiteren Kooperationspartner, der Hochschule Trier, gekommen. Studierende des 2. Semesters des Studiengangs Kommunikationsdesign haben sich im Fach Gestaltungsgrundlagen 2D unter der Betreuung von Prof. Anna Bulanda-Pantalacci mit dem visuellen Aspekt der Produktion für die Außenwerbung befasst.

Die Studierenden entwarfen insgesamt 35 Posterkonzepte. Hier wurde der Fokus darauf gelegt, dem Betrachter diese besondere Produktion und deren Hauptakteure visuell näher zu bringen.

Viele Gespräche, Besuche in der Porta-Nigra-Schule, Recherchen auf dem Gebiet der visuellen Darstellungen der Oper Carmen, Suche nach geeigneten Symbolen, Farbdarstellungen und Schriften sowie nicht zuletzt die persönliche Auseinandersetzung mit der Schule, deren Schülern und der dort angewandten Pädagogik vor Ort, lieferten die Basis für die künstlerische Arbeit der Studierenden.

Der Plakatentwurf der Studentin Laura Colazzo wurde für die Außenwerbung der Oper ausgewählt. Ihre Arbeit bewarb die Oper „Carmen“ in ganz Trier und der Region.

Alle anderen Plakate wurden während den Vorstellungen Anfang Juli im Theaterfoyer ausgestellt.

Beschreibung der Produktion: Eine ganz neue CARMEN…

Eine Touristengruppe aus Trier kommt mit dem Bus in Spanien an, um die Attraktionen des Landes zu besichtigen: Flamenco, Stierkampf, Sangria und Paella warten schon auf sie. Da verliebt sich der Busfahrer José in die Unterhaltungssängerin Carmen, die in einer typischen Touristenbar auftritt. Gestört von der Reiseleiterin Michaëla und dem umschwärmten Stierkämpferstar Escamillo wird aus dem Flirt zwischen José und Carmen ein Alptraum mit fatalem Ausgang.

Musikalische Leitung: GMD Victor Puhl // Inszenierung: Jean-Pierre Lamperti // Bühnenbild: Susanne Weibler / Schüler der PNS // Kostüme: Susanne Weibler / Carola Vollath // Dramaturgie: Dr. Peter Larsen // Mit: Evelyn Czesla // Silvie Offenbeck // Patricia Roach // Silja Schindler; Carlos Aguirre // Nico Wouterse // Opernchor des Theaters Trier // Tanztheater Trier // Schülerinnen und Schüler der Porta-Nigra-Schule // Philharmonisches Orchester der Stadt Trier

 

 – Autorin: Prof. Anna Bulanda-Pantalacci –