NEMo will flexible und nachhaltige Mobilitätsangebote in der Region schaffen

Ist es Ihnen in diesem Jahr auch so ergangen, dass die massiven Unwetter und deren Auswirkungen Ängste bei Ihnen auslösten? Mir zumindest erging es so und auch einige Menschen aus meinem Umfeld äußerten Bedenken über die Zukunft. Wetterchaos, überschwemmte Keller, Blitzeinschläge und so weiter schüren die Angst, dass wir Menschen der Natur bereits irreparable Schäden zugefügt haben. Ist es denn noch normal, dass im Juli immer noch kein Sommer in Sicht ist und die Menschen von Regenmassen erdrückt werden? Ist es normal, dass in Hamburg ein Tornado wütet, der Dächer wegreißt und ganze Viertel verwüstet, dass ganze Städte unter Wasser stehen? Nein. Diese und weitere Anzeichen zeigen, dass die Umwelt anfängt zurückzuschlagen. Erschreckend ist, wie massiv die Zerstörung ist, wie viele Menschenleben durch diese Unwetter gefährdet werden, wie viele durch Blitzeinschläge getötet oder schwer verletzt werden. Wenn die Umwelt verrücktspielt steigt die Angst vor der Zukunft. Doch wie kann man solche Katastrophen verhindern? Wie ihnen entfliehen?

Wichtig ist, die Umwelt zu schützen und verantwortungsvoll mit ihr umzugehen. Das gelingt uns Menschen nur bedingt. Natürlich ist unser Bewusstsein was Umweltverschmutzung und Klimaschutz angeht deutlich gestiegen. Im Jahre 1886, als das erste moderne Automobil mit Verbrennungsmotor entwickelt wurde, rechnete noch niemand damit, welche Ausmaße die Verschmutzung der Umwelt allein durch Abgase annimmt. Heute, 2016, versuchen kluge Köpfe diese Verschmutzung so weit wie nur möglich einzudämmen. Immer neue Ideen werden entwickelt, wie man die Umwelt schonen, gleichzeitig aber mobil bleiben kann. Der Elektromotor würde dabei besonders den Weg in eine reinere Zukunft ebnen. Erfunden wurde er zwar bereits vor dem Verbrennungsmotor, allerdings wurde er in der Automobilindustrie bis vor einigen Jahren kaum beachtet. Nun wird umso mehr geforscht und Elektromobilität auf Basis erneuerbarer bzw. regenerativer Energien beginnt eine sinnvolle und klimafreundliche Alternative zum herkömmlichen Verbrennungsmotor zu werden. Dies hat der Umwelt-Campus Birkenfeld bereits erkannt und widmet der Einführung von Elektroautos im Umkreis des Nationalparks Hunsrück-Hochwald ein Projekt.

Allgemein verbindet der Umwelt-Campus Birkenfeld seit seiner Eröffnung 1996 das Thema Umwelt mit Themen wie Technik, Planung, Wirtschaft und Recht und vermittelt in allen Bereichen das Wissen, welches junge und motivierte Menschen brauchen um eine grünere Zukunft zu schaffen. Studenten werden aktiv in Projekte eingebunden, die Lösungen für aktuelle Probleme suchen und die die Krise in der Umweltverschmutzung eindämmen sollen. So auch jenes eben erwähnte Projekt welches in Zusammenarbeit mit IfaS und der Verbandsgemeinde Birkenfeld ins Leben gerufen wurde. Die Verbandsgemeinde hat sich zum Ziel gesetzt die Region und die Gemeinden rund um den Nationalpark miteinander zu verbinden und versucht mit Elektroautos und dem Konzept des CarSharing die Mobilität der Anwohner zu erhöhen, gleichzeitig aber die Umwelt zu schonen. Das Projekt NEMo des Umwelt-Campus Birkenfeld soll die Verbandsgemeinde dabei unterstützen. “Im Vordergrund des Projektes steht zum einen die Errichtung einer Null-Emissions-Mobilitätsstation mit zwölf Stellplätzen für Carshare-Elektrofahrzeuge, inklusive der notwendigen Infrastruktur, bestehend aus mehreren Solar-Carport-Modulen, Schnellladesäulen und einem stationären Batteriespeicher am Umwelt-Campus Birkenfeld“(IfaS). Ziel ist es, „flexible und nachhaltige Mobilitätsangebote“ (IfaS)  in der Region zu schaffen, um somit die Attraktivität des ländlichen Raumes, sowohl für Anwohner als auch für Touristen, zu steigern und die Umwelt zu entlasten. NEMo testet hierbei das Mobilitätsangebot mit Elektrofahrzeugen und versucht ein tragfähiges Finanzierungsmodell zu entwickeln. Ziel dieses Projektes ist es zu untersuchen, ob der Umwelt-Campus Birkenfeld dazu beitragen kann, relevante Klimaschutz- und Energieeinsparpotenziale in der Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald zu nutzen. Solche und weitere Projekte des Umwelt-Campus Birkenfeld sollen die Natur schützen, aber dennoch keine Einschränkungen mit sich ziehen. Dieser Spagat zwischen modernster Technik und Alltagstauglichkeit gelingt dem Umwelt-Campus Birkenfeld in Zusammenarbeit mit engagierten Studenten und bedeutet somit eine bessere Aussicht in die Zukunft und eine Hoffnung darauf die Natur zu besänftigen.