Masterstudenten erforschen den Nationalpark

„Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, möchtest aber gern mehr über das Management von Nationalparks und Biosphärenreservaten erfahren?“ Mit dieser Frage warb die erste, mittlerweile erfolgreich abgeschlossene Summer School „IT-Fundamentals of National Park Monitoring“ des Umwelt-Campus Birkenfeld um Masterstudierende weltweit, die sich auf dem Feld des Managements von Großschutzgebieten weiterqualifizieren möchten.

Wie im Konzept für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald vorgesehen, spielen Forschung und Bildung eine wichtige Rolle. Mit der räumlichen Nähe zum Umwelt-Campus ist ein ideales Lehr- und Lernumfeld für Interessierte entstanden, die mehr über die Natur und den Technikeinsatz im Park erfahren wollten. So wurden die rund 20 Teilnehmer aus sechs Nationen im Rahmen von Vorlesungen und praktischen Übungen in nationalparkrelevanten Themen wie Wildtiermonitoring, Geoinformatik, Datenqualitätsanalyse sowie statistischen Analyseverfahren und Zeitreihenanalysen unterrichtet. Selbstverständlich standen auch Themen zum Management von Nationalparks auf dem Lehrplan.

Die Kernveranstaltungen, welche in enger Kooperation und unter Beteiligung von Experten des Nationalparkamtes sowie der Forschungsanstalt Waldökologie und Forstwirtschaft des Landes Rheinland-Pfalz durchgeführt wurden, konnten durch Gastvorträge externer Dozenten ergänzt werden. So berichtete Prof. Hill (Universität Trier) über seine Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Umweltfernerkundung, Dr. Honecker (Universität des Saarlandes) über Grundlagen der Nährstoffmodellierung und Prof. Förster (Universität Bremen) über Möglichkeiten zur automatisierten Umweltdatenerfassung. Viele Teilnehmer besuchten außerdem begeistert zusätzliche Themenvorträge und Lesungen im Rahmen der Moortagung sowie der Nationalpark-Akademie am Umwelt-Campus.

Neben mehreren Exkursionen zu den besonderen und neuralgischen Punkten des Nationalparks wurden zudem interessante Ausflüge in die Umgebung unternommen, unter anderem eine Fahrt nach Trier, bei der die Teilnehmer die Porta Nigra bestaunten und anschließend während einer Schiffsfahrt das Moseltal erkunden konnten. Eine weitere Exkursion führte die Gruppe zum Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Dort wird die deutsche Zeitgeschichte seit 1945 wiedergegeben, was vor allem für die internationalen Gäste hochinteressant war. Auf dem Rückweg zum Umwelt-Campus wurde noch ein Stopp im Unesco-Weltkulturerbe Mittelrheintal eingelegt. Dies war für die Teilnehmer insbesondere deshalb interessant, da das Mittelrheintal als alte Kulturlandschaft konträr zur „Wildnis“ Nationalpark steht, die Probleme teilweise aber vergleichbar sind (zum Beispiel demografischer Wandel, touristische Attraktivität der Region). Dort unternahm die Gruppe, ausgehend von St. Goar, eine Exkursion durch das Mittelrheintal, bei der ein Vertreter des Zweckverbandes die Besonderheiten, aber auch die Probleme im Weltkulturerbeprojekt aufzeigte.

Am Ende waren sowohl die Teilnehmer als auch die Dozenten begeistert von dieser ersten Summer School, sowohl was die Organisation als auch die inhaltliche Ausgestaltung des Programms betraf. Es kam zu vielen interessanten Diskussionsrunden, bei denen die Teilnehmer Fragen und anregende Ideen an die beteiligten Dozenten und Nationalparkmitarbeiter richteten. Alle Beteiligten waren sehr motiviert und zeigten sich interessiert an den vorgestellten Themen rund um den neuen Nationalpark. Sie haben es also geschafft, ein paar Geheimnisse des Waldes zu lüften und in ihm mehr zu sehen als nur eine bloße Ansammlung von Bäumen.

11. Symposium SchmuckDenken findet am 10. und 11. Dezember 2016

Liebe Schmuckfreunde,

im Dezember ist es soweit: das 11. Symposium SchmuckDenken findet am 10. und 11. Dezember 2016 statt.

Thema 2016: „Das Material der Kunst — Imagination und virtuelle Welten“

SchmuckDenken – Unterwegs zu einer Theorie des Schmucks.

Wissenschaftliches Colloquium mit:

  • Dr. Sibylle Anderl,
  • Ph.D. Marjolijn Bol (angefragt),
  • Patricia Domingues MA,
  • Rudy Faulkner MFA,
  • Elvira Golombosi MFA,
  • Dr. Niklas Hebing,
  • Wilhelm Lindemann,
  • Prof. Dr. Olaf Müller,
  • Prof. Dr. Regine Prange,
  • Mag. Paulus Rainer,
  • Eduardo Tarin MFA,
  • Silvia Weidenbach MA

Weitere Informationen, das Programm sowie die Anmeldung finden Sie hier

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