„Ausgezeichnete“ Bauingenieure an der Hochschule Trier

Wieder geht der 1. Preis des vom Verbandes Bauwirtschaft Rheinland-Pfalz ausgelobten Hochschulpreises an einen Bauingenieurstudierenden der Hochschule Trier. Die Hochschulpreise werden für die besten Abschlussarbeiten (Master- oder Bachelorarbeiten) im Bereich Baubetrieb der Fachrichtung Bauingenieurwesen vergeben. Dabei handelt es sich um einen landesweiten Leistungswettbewerb zwischen Absolventen der Technischen Universität Kaiserslautern sowie den Hochschulen Kaiserslautern, Koblenz, Mainz und Trier.

Die Preise wurden am Tag der Bauwirtschaft bei einem Festakt in Mainz von Prof. Dr. Martin Dossmann, dem Vorsitzenden des Landesverbands, übergeben.

Herr Jakob Waiz von der Hochschule Trier erstellte seine ausgezeichnete Masterarbeit zum Themenfeld „Bauen im Bestand mit einer 5D-Planung nach der BIM Methode“. Die Arbeit beschäftigte sich mit der praxisnahen Umsetzung einer 5D-Planung an einem realen Projekt. Weiterhin prüfte Herr Waiz die Anwendungsmöglichkeiten der neuen Planungsmethodik für baubetriebliche Zwecke (Terminplanung, Ablaufplanung und Kostenplanung). Der Masterabsolvent konnte bei seiner Arbeit praxisnah die Vor-, aber auch Nachteile der BIM-Planungsmethodik herausarbeiten und bewerten. Die Arbeit wurde von Herrn Prof. Dr.-Ing. Henning Lungershausen betreut.

Der 2. Preis wurde an die Hochschule Koblenz vergeben; der 3. Preis ging an die Hochschule Mainz.

Prof. Dossmann führte in seiner Rede massiven Bedarf an gutem Ingenieur-wissenschaftlichem Nachwuchs auf. Angesichts rückläufiger Absolventenzahlen zeichne sich gerade im Bauhandwerk und bei den Bauingenieurinnen und Bauingenieuren eine Lücke ab. Die Arbeitgeber am Bau – Bauunternehmen, Ingenieurbüros und Bauverwaltungen – stehen vor der Herausforderung, wie Schulabgänger zur Aufnahme eines Bauingenieurstudiums motiviert werden können. Dabei sollten insbesondere die spannenden Aufgaben und Perspektiven des Bauens und der Bauberufe besser als bisher herausgearbeitet werden.

Bild: stellv. Fachrichtungsleiter Prof. Ebner (links) HS Trier, Preisträger Herr Waiz (rechts)

Wissenschaftsminister Wolf besucht Umwelt-Campus auf der Hannovermesse – der Leitmesse der Industrie

Auf der diesjährigen Hannovermesse präsentierte sich der Umwelt-Campus Birkenfeld gleich in zwei Ausstellerhallen mit zwei aktuellen Projekten. Der Umwelt-Campus hatte Gelegenheit seine Forschungsaktivitäten beim Besuch des Wissenschaftsministers Prof. Dr. Konrad Wolf und einem Marschall aus dem Partnerland Polen besonders hervorzuheben.

Am Gemeinschaftsstand Hydrogen + Fuel Cells + Batteries  demonstrierte die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Gregor Hoogers im Labormaßstab die Funktion einer „Flüssigbatterie“. Bei der Vanadium-Redox-Flow-Batterietechnik (VRB) wird elektrische Energie in flüssigen Elektrolyten gespeichert. So können Leistung (Zellgröße) und Energiemenge (Tankgröße) voneinander entkoppelt und auf Anwendungen wie Hausenergie, Windenergie/Fotovoltaik oder Netzstabilisierung zugeschnitten werden. Eine am Umwelt-Campus entwickelte Neuerung ist die optische Messung des Ladezustands. Diese Sensorik konnte interessierten Anwendern am Messestand demonstriert werden. „Unsere Arbeitsgruppe konnte mit zwei Forschungsaufträgen im Gepäck heimfahren“, ließ Prof. Hoogers wissen.

In der Halle für Innovation und Technik konnten die Besucher am Gemeinschaftsstand Rheinland-Pfalz „Die Rose von Jericho der Biotechnologie“, einen emersen Bioreaktor bei Prof. Dr. Michael Wahl begutachten. Prof. Wahl stellte das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekt Next Generation Biofilm: Die Rose von Jericho der Biotechnologie vor. Dieses interdisziplinäre Projektteam erforscht Möglichkeiten, um mit Hilfe einer neuartigen, wasserarmen Produktionstechnologie Cyanobakterien nachhaltig und energieeffizient zu produzieren. Das Pprojekt ist auf photosynthetisierende, austrocknungstolerante Biofilme (terrestrische Cyanobakterien) und auf eine ressourcen- und energieeffiziente Verfahrenstechnik, bei der erstmals eine emerse (an Luft geführte) Produktion angewendet wird, fokussiert. Im Vergleich mit den gängigen Produktionsverfahren, bei denen die Cyanobakterien submers (in einem flüssigen Medium) produziert werden, ergibt sich bei dem emersen Verfahren eine um 20-40% kosteneffizientere und umweltfreundlichere Produktion. Die Cyanobakterien werden in einer neuartigen emersen Photobioreaktor-Generation kultiviert und durch ein nebelähnliches Aerosol mit Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt. Der Umwelt-Campus Birkenfeld ist dabei für den Anlagenbau und die Anlagenentwicklung zuständig.

Für den neuen Professor des Umwelt-Campus Birkenfeld stellte sich die Präsentation auf der Hannovermesse als große Gelegenheit dar sich mit interessierten Projektpartnern und über neue Technologien auszutauschen.

Autor: Tanja Loch-Horn, Öffentlichkeitsarbeit Umwelt-Campus Birkenfeld