Die Reisende Hochschule ging dieses Jahr nach Sri Lanka

Studierende des Umwelt-Campus Birkenfeld in Sri Lanka

Unterstützt durch das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) ermöglicht die “Reisende Hochschule” den Studierenden unterschiedlichster Studienrichtungen des Umwelt-Campus Birkenfeld, ihr theoretisches Wissen durch Erfahrungen aus der Praxis zu vertiefen. Mit Hilfe von Partnern vor Ort werden beim aktuellen Projekt regionale (Optimierungs-)Potenziale identifiziert und anschließend im Rahmen eines Masterplans dokumentiert. Das Ziel liegt in der Ausarbeitung eines nachhaltigen Mehrwerts für sämtliche regionale Akteure. Dieses Jahr wird die „Reisende Hochschule“ in Sri Lanka und Namibia stattfinden.

14 Studierende des Umwelt-Campus waren vom 02.03.2018 – 10.03.2018 an der Rajarata University of Sri Lanka und nahmen dort an der „Reisenden Hochschule“ teil.*
Das Projekt in Sri Lanka erfolgte in Kooperation mit der Rajarata University of Sri Lanka. Zentraler Punkt war hierbei die Entwicklung eines „Zero – Emission“ Konzeptes nach dem Vorbild des Umwelt-Campus Birkenfeld.
Studierende hatten dabei die Chance ihr Wissen und ihre Erfahrung in Zusammenarbeit mit Studierenden der Rajarata University zur Anwendung zu bringen. Hierdurch wurde den Studenten die einzigartige Möglichkeit gegeben praktische Erfahrungen in einem realen Projekt zu sammeln. Innerhalb der ersten Phase wurde eine erste Konzeptidee entwickelt, eine Ablaufplanung erstellt und die Rahmenbedingungen (Finanzierung, Unterkunft etc.) geplant und geklärt. Die Studierenden sammelten hierbei zusätzlich auch Erfahrungen in den Bereichen „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Fundraising“.

Das Projekt wurde unter anderem von „Freunde der Hochschule e.V.“, sowie den Fachbereichen unterstützt.

Text: Saskia Schnell

Ein Jahr Videoserver an der Hochschule Trier

Videos können die Lehre unter einer Reihe von Gesichtspunkten bereichern. Sie können zur Vor- und Nachbereitung dienen, sie können als Selbstlernmaterial zur eigenständigen Einarbeitung eingesetzt werden und nicht zuletzt können sie als Feedbackinstrument für den eigenen Vortragsstil genutzt werden. Für die Studierenden bedeutet der Einsatz von Lehrvideos, den Lernprozess an das eigene Lerntempo anpassen zu können und zeit- und ortsunabhängig zu lernen.
Im November 2016 ging der Videoserver der Hochschule unter der Adresse http://video.hochschule-trier.de in Betrieb und verzeichnet nach einem Jahr rund 300 hochgeladene Videos. Verwendet wird hierfür die Plattform Panopto, die zentral vom Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz angeboten wird. Die Plattform ermöglicht es nicht nur, vorhandene Videos hochzuladen, sondern auch Vorlesungen live zu streamen.
In der Einführungsphase des Videoservers wurden von der E-Learning-Koordination der Hochschule Trier Support-Materialien für Dozenten und Mitarbeiter erstellt und an beiden Standorten der Hochschule sowohl Schulungen zur Nutzung der Plattform als auch zur Videoproduktion durchgeführt. Erste Erkenntnisse zur Nutzung der Plattform wurden in Form einer Posterpräsentation bei der Tagung „Videos in der Hochschullehre – einfach gut!“ an der Universität Mainz präsentiert.
Nach gut einem Jahr bietet die Plattform Lehrenden, Studierenden und Mitarbeitern eine bunte Vielfalt an Videos mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Bei den Lehrenden beliebt sind besprochene Power-Point-Folien oder Skripte, da diese sich gut in Eigeneregie erstellen lassen.  Hier findet sich unter vielen zum Beispiel zum Thema „Akustische Phonetik“ aus der Fachrichtung Logopädie, das mit Hörbeispielen angereichert ist. Klassische Vorlesungsaufzeichnungen bietet u.a. der Fachbereich Informatik zu unterschiedlichen Themenbereichen wie z.B. „Properties and Bindings“ oder „Java Server Faces“ an. Aber auch die Ringvorlesung „New Trends in International Communication – Doing Business in a Digital World“ vom Umwelt-Campus Birkenfeld ist online verfügbar, um nur zwei Beispiele zu nennen. Überfachliche Qualifikationen werden durch die Webinare-Reihe des Career-Service zum Thema „Selbstbewusstsein stärken für Berufseinsteiger“ oder durch die Hochschuldidaktik erstellte Kurz-Videos zum Thema Zeitmanagement vermittelt. Erklärvideos einzelner Einrichtungen, wie z.B. der Bibliotheken beider Standorte, erklären einzelne Nutzungsmöglichkeiten wie Recherche, Fernleihe und weitere Themen. Nicht zuletzt runden Imagefilme der Hochschule zu Marketingzwecken das Angebot ab.

Text: Anneke Wolf

3rd Summer School: IT-Fundamentals of National Park Monitoring

Auch in diesem Jahr veranstaltet das Institut für Softwaresysteme der Hochschule Trier, unter Beteiligung des Nationalpark Hunsrück-Hochwald, der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz, sowie der Universität Hasselt, eine internationale Sommerschule zum Thema „IT-Fundamentals of National Park Monitoring“ (26.8. – 2.9.2018).
Hauptakteure im Monitoring und Management von Großschutzgebieten wie Nationalparks (NLP) oder Biosphärenreservaten weltweit sind in der Regel Geo- und Umweltwissenschaftler, insbesondere da Schutz und Erhalt, sowie das Entwicklungspotenzial der biologischen Vielfalt, zentrale Ziele aller Großschutzgebiete sind. Ein zeitgemäßes Monitoring und Management von NLP´s erfordert jedoch auch in diesem Bereich den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Zum Beispiel sind raumbezogene Datenverwaltung und Analyse, Fernabfrage von Sensornetzen, Fernerkundungssysteme, Statistische Auswertemethoden, Dokumentationssysteme, Crowd Sourcing etc. Techniken, die im NLP-Monitoring mittlerweile standardmäßig eingesetzt werden.
Den internationalen und nationalen Teilnehmern der interdisziplinären Veranstaltung sollen demzufolge als vorrangiges fachliches Ziel grundlegende Konzepte des IKT-Einsatzes in Großschutzgebieten (Nationalparks, Biosphärenreservate) vorgestellt werden. Darüber hinaus werden anhand praktischer Übungen im Nationalpark Hunsrück-Hochwald die Möglichkeiten, aber auch Grenzen der IT-Unterstützung im NLP-Monitoring aufgezeigt. Letztlich soll die Sommerschule insbesondere den internationalen Teilnehmern auch als Motivation für eine weitere fachliche Vertiefung im Rahmen eines weiterführenden Studiums an einer deutschen Hochschule dienen.


Abb.: Teilnehmer der Summerschool während einer Exkursionsrast in Börfink

Die hohe Kompetenz des Instituts für Softwaresysteme (https://iss.umwelt-campus.de/) des Fachbereichs Umweltplanung/Umwelttechnik auf dem Gebiet der Umweltinformatik bietet in Verbindung mit der direkten Nachbarschaft des Hochschulstandortes Umwelt-Campus zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald (http://www.nationalpark-hunsrueck-hochwald.de/), aus fachlicher Sicht für die Durchführung eines Sommerkurses ideale Rahmenbedingungen. Dies umso mehr, zumal bereits eine intensive Lehr- und Forschungskooperation mit dem Nationalpark besteht.
Nähere Informationen zur Summerschool, sowie Bewerbungsunterlagen, finden Interessierte unter: https://www.umwelt-campus.de/summerschool-nationalpark . Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt, wobei 12 Plätze für ausländische Teilnehmer reserviert sind. Das Angebot richtet sich in erster Linie an Studierende der Geo- und Umweltwissenschaften, sowie der Informatik und der Ingenieurswissenschaften, die ihren wissenschaftlichen oder beruflichen Weg im Monitoring und Management von Großschutzgebieten fortzusetzen beabsichtigen.

Autoren: Nurcan Aydin, Prof. Dr. Peter Fischer-Stabel