Vortrag LEAVING HOME FUNKTION am Campus Idar-Oberstein

Die Fachschaft Edelstein und Schmuck am Campus Idar-Oberstein läd herzlich ein
zu einem Vortrag der Künstlergruppe LEAVING HOME FUNKTION am 25.10.2017 am Campus Idar-Oberstein.

Sie erzählen von ihrem Mobile Studio, einem transkontinentalen Projekt, bei
dem sie mit dem Motorrad von Halle nach New York getourt sind. Hauptthemen
werden sein, wie sich das Leben und Arbeiten während des ständigen Reisens
gestaltet und es ihre Kunst beeinflusst hat.

Anschließend gibt es Gelegenheit noch zu verweilen, das ein oder andere Bier
zu trinken und sich mit den Künstlern auszutauschen.

Der Vortrag startet um 18:00 Uhr in der Vollmersbachstr. 53a in Idar-Oberstein.
Der Eintritt ist für Studierende frei, für Mitarbeiter und Besucher
kostet die Teilnahme 5 €.
Der Votrag wird in Englisch gehalten.  

Für unsere Planung bitten wir vorhabt um Teilnahmebestätigung auf der
Facebookveranstaltung.
„Auf dem Landweg nach New York // Vortrag Leavinghomefunktion“
http://bit.ly/2gsyo93 (Facebookveranstaltung)

Wir freuen uns auf einen interessanten und inspirierenden Vortrag!

Herzliche Grüße,

eure Fachschaft Edelstein und Schmuck

Weitere Details zum Projekt und Infos zu den einzelnen Künstlern gibt es online unter:
http://leavinghomefunktion.com
https://www.facebook.com/leavinghomefunktion

 

Thema SchmuckDenken XI – Das Material der Kunst

Symposium SchmuckDenken XI (2017)

am Samstag 14. und Sonntag 15. Oktober 2017

Thema 2017: „Das Material der Kunst — Imagination und virtuelle Welten“
Wissenschaftliches Colloquium mit:

  • Dr. Sibylle Anderl,
  • Ph.D. Marjolijn Bol (angefragt),
  • Patricia Domingues MA,
  • Rudy Faulkner MFA,
  • Dr. Florian Arnold,
  • Wilhelm Lindemann,
  • Prof. Dr. Olaf Müller,
  • Prof. Dr. Regine Prange,
  • Mag. Paulus Rainer,
  • Eduardo Tarin MFA,
  • Silvia Weidenbach MA

Edles Material – Gold, Silber, edle Steine – hat jenseits seines Gebrauchswertes vor allem auch wegen seiner Symbolkraft dauer­haften Bestand. Im Bereich des Schmucks wurde die klassische Materialpalette um viele inhaltlich aufladbare natürliche Materialien und Kunststoffe erweitert. Auch im Schmuck überdauert die Kunst, die alte Meisterin der Fiktion, des utopischen Entwurfs und insofern auch der Virtualität, die Zeit: Ars longa – vita brevis.

Währenddessen hat sich nicht nur die Physik längst von den tradierten Vorstellungen einer „festen“ Materie in dynamische kosmologische Modelle verabschiedet. Das digitale Zeitalter revolutioniert die Lebensbedingungen und im Besonderen die Sozialbeziehungen der Menschen – wahrscheinlich in höherem Maße als die Erfindung des Buchdrucks am Beginn der Neuzeit.

Virtualität verlangt nicht nach einem Beleg der Echtheit, nicht nach einer realen Korrespondenz von Material, Form und Farbe. Angesichts dieser – durchaus auch omnipräsenten – Szenarien wächst eine Sehnsucht nach der Echtheit des analogen Lebens, nach einer Beständigkeit und Wertigkeit, die sich in der dinglichen und somit sinnlichen Präsenz von hochwertigen, identitätsstiftenden Gütern oder in der Kunst materialisiert.

Welchen Beitrag kann die Kunst leisten, dass der Mensch in einer zunehmend virtuellen Welt im analogen Alltag den Boden unter den Füßen adäquat weiterentwickeln kann?
„SchmuckDenken“ ist der Versuch, darüber zu reflektieren, was Schmuck sei. Es geht um eine interdisziplinäre Annäherung jenseits der einschlägigen Kategorien Handwerk oder Kunst, angewandt oder frei: um die Erkundung, was Schmuck ausmacht – nicht, wie er aussieht. Das Bedürfnis zum Schmücken und Schmuck begleiten als anthropologische Konstante die Menschheit seit Anbeginn. Als bedeutendes Kulturgut wird Schmuck in allen Epochen immer wieder neu interpretiert. SchmuckDenken 11 versammelt für die künstleri­sche Praxis relevante Analysen und Handlungsperspektiven.

Teilnahmegebühr:

  • Professionals: 105 €
  • Studierende: 55 €

(Die Teilnahmegebühr umfasst: Eintritt zu allen Vorträgen und Ausstellungen, Lunch, Kaffee und Mineralwasser.)

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Neuer Schmuck aus Idar-Oberstein

Die vielen Facetten des Schmückens

Am 27. November eröffnet im Stadtmuseum Simeonstift die Ausstellung „Neuer Schmuck aus Idar-Oberstein“

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Im Stadtmuseum Simeonstift ist eine neue Sonderausstellung im Aufbau: Gemeinsam mit der Hochschule Trier, Fachrichtung Edelstein und Schmuck in Idar-Oberstein, ist eine groß angelegte Präsentation zeitgenössischen Schmucks entstanden. Arbeiten von über 100 Studierenden und AbsolventInnen beleuchten die vielen Facetten zeitgenössischen Schmucks. Eröffnet wird die Schau am 27. November um 11:30 Uhr.

Trier. Wer an Schmuck denkt, hat meist ganz bestimmte Bilder vor Augen: Ringe, Armbänder, Broschen, gefertigt aus glänzendem Gold und besetzt mit glitzernden Edelsteinen. Ein Sinnbild für Luxus und Wohlstand. Mit dieser Idee von Schmuck haben die Kreationen der Fachrichtung Edelstein und Schmuck der Hochschule Idar-Oberstein auf den ersten Blick wenig gemein. Die rund 100 Arbeiten dienen nicht in erster Linie der Dekoration ihrer Trägerinnen und Träger, sondern sie sind Träger von Gedanken und Haltungen.

Von Materialuntersuchungen über freikünstlerische Objekte bis hin zu Fotos und Videos  setzen sich Studierende, Absolventinnen und Absolventen mit dem Thema des Schmückens auseinander – klassisch, extravagant, experimentell, in unerwarteten Materialien und mit junger Ästhetik. Diese Studien weiten den Blick auf Schmuck als ein gesellschaftliches Ritual: Warum schmücken wir uns? Welche Wirkung hat es auf eine Person, wenn sie ein Schmuckstück anlegt?

Die Arbeiten in der Ausstellung sind das Ergebnis langwieriger gedanklicher und handwerklicher Prozesse. Manche Arbeiten thematisieren gesellschaftliche und politische Fragen, andere kreisen um ganz persönliche Erfahrungen und Reflexionen, wieder andere sind Experimente mit Werkstoffen. Ein zentraler Werkstoff, der für die Arbeit auf dem Campus in Idar-Oberstein steht, ist der Edelstein. „Edelsteine müssen zwar nicht in jeder Arbeit vorhanden sein, doch eine Haltung zum Material soll entwickelt werden“, erklärt Theo Smeets, Professor für Edelstein und Schmuck in Idar-Oberstein. Nicht von ungefähr, war die Stadt an der Nahe doch über Jahrhunderte ein florierender Standort des internationalen Edelsteinhandels.

Im Jahr 1986 wurde in Idar-Oberstein die Fachrichtung Edelstein und Schmuck als Teil des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Trier gegründet. Heute bietet der Standort ein weltweit einzigartiges Umfeld für angehende Schmuckgestalter, die hier auf Bachelor- und Masterniveau studieren können.

Neben den Kollektionen von Studierenden und AbsolventInnen, die im Neubau des Museums ausgestellt sind, haben acht Studierende sich für das Projekt reMake von Ausstellungsstücken aus der Dauerausstellung über die Trierer Stadtgeschichte inspirieren lassen. So war beispielsweise die Schandmaske, ein mittelalterliches Folterinstrument zur öffentlichen Schmähung, der Ausgangspunkt für Vanessa Zöllers Arbeit „Maske“: ein Spiegel, der sich über die gesamte Breite des Gesichts erstreckt und wie ein Visier vor den Augen befestigt ist. Der Träger ist somit gezwungen, sich unablässig selbst anzuschauen. Für Zöller eine zeitgenössische Variante der mittelalterlichen Schmähung als Strafe: Die Verurteilung findet nicht mehr von außen durch andere statt, sondern das Individuum richtet sich selbst ohne Gnade.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 27. November, um 11:30 Uhr im Stadtmuseum Simeonstift eröffnet. Den Festvortrag hält Dr. Claudia Banz (Leiterin der Sammlung „Kunst und Design – Biedermeier bis Gegenwart“ am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg) Der Eintritt ist frei.