Ausstellung der Fachrichtung Mode im Stadtmuseum Simeonstift

Von: Jutta Straubinger

In Kooperation mit dem Stadtmuseum Simeonstift und der Fachrichtung Modedesign werden vom 02. April bis zum 22. Oktober Projektarbeiten der Studierenden der Fachrichtung Modedesign gezeigt.

Die umfangreiche Schenkung der Fachrichtung Modedesign aus dem Jahr 2010 wird erstmalig mit fachlicher Unterstützung und Beratung durch Frau Elisa Henniger Arbeiten der Studierenden der Fachrichtung Modedesignunter damaliger künstlerischer Leitung durch Frau Prof. Barbara Best, Frau Prof. Uta Kinlung und Ursula Weißroth, der Öffentlichkeit im Museum Simeonstift aufwendig aufgearbeitet und restauriert, präsentiert.

Zeitgemäß ergänzt wird die Shibori-Ausstellung durch eine Auswahl an Arbeiten des Erstsemesterprojekt „Boro“ unter Leitung von Frau Elvira Kempf aus dem Jahr 2016. Shibori – Handwerk Das Handwerk des Shibori-Färbens hat in Japan eine lange Geschichte und wird vornehmlich für kunstvolle Kimonos genutzt. Bereits im 3. Jahrhundert wurden Kleider aus den aufwendig gemusterten Stoffen gefertigt. Studierende der Fachrichtung Modedesign der Hochschule Trier haben die traditionelle Textilkunst im Rahmen eines interkulturellen Projekts aufgegriffen und modern interpretiert. Ihre Kollektionen sind erstmals in einer Ausstellung im Stadtmuseum zu sehen.

Die Poesie des Faltens Shiburo bedeutet ‘wringen‘ oder ‘pressen‘. Der japanische Begriff beschreibt den Herstellungsprozess, der in einemmeditativen Akt aus Kraft und Konzentration die feinen Textilien entstehen lässt. Seiden- und Baumwollstoffe werden bei Shibori so gewickelt, gebunden und gefaltet, dass beim Färben grafische Muster entstehen. Die Faltungen und Raffungen hinterlassen nach dem Trocknen einen Reliefeffekt. Die entwickelten Muster sind durch diese Techniken nicht zufällig, sondern werden gestalterisch gezielt und repetitiv eingesetzt. Diese aufwendige Technik ist bis heute überliefert. So wurden auch die Stoffe in der Ausstellung von japanischen Shibori-Meistern in Handarbeit hergestellt. Tradition und Gegenwart Die Hochschule Trier ließ die Tradition des Shibori in einer deutsch-japanischen Kooperation wieder aufleben. Anlässlich des EU-Japan-Fests der Kulturhauptstadt Luxemburg im Jahr 1995 entwarfen Studierende der Fachrichtung Modedesign Kollektionen aus original japanischen Stoffen. Mit Unterstützung von World Shibori Network aus Nagoya entstanden rund 50 Kleider, die den klassischen Ornamenten ein modernes Outfit verleihen und das historische Handwerk mit der Mode des 20. Jahrhunderts vereinen.

Boro – nachhaltige Ergänzung In Zeiten zeitgemäßen nachhaltigen Designs wird die Rückbesinnung auf alte Werte und traditionelle Herstellungsmethoden ein immer größerer Trend in der Mode. Traditionelles Handwerk, die regionalen Eigenarten und das regionale Können schaffen Kleidung mit hoher Identifikationskraft und sind Ausdruck eines verantwortlichen Bewusstseins mit Ressourcen. Das kommt auch im jüngsten Projekt der Trierer Modedesigner zum Ausdruck, das die Ausstellung im Stadtmuseum ergänzt: In dem Erstsemesterprojekt „Boro“ aus dem Jahr 2016, einer japanischen Variante des Upcyclings, werden ausrangierte Textilien und Dekorationsstoffe zu neuen Kleidern um- und ausgearbeitet. Design wird zum Beispiel für Austausch und Wissenstransfer.

Die Fachrichtung Modedesign begleitet die Ausstellung durch einen öffentlichen Shibori-Färbeworkshop am 29. April 2017 unter Leitung von Elisa Henniger, einem Vortrag zu Trendsetting – Wie Mode entsteht durch Prof. Dirk Wolfes am 30.05.2017 und einem Vortrag zu der Tradition und Gegenwart von Shibori heute durch Elisa Henniger am 20. Juni 2017.

 

Text-Quelle: Basistext des Stadtmuseum Simeonstift Trier und Ergänzungen und Einfügungen Prof. Dirk Wolfes Fotos: Prof. Dirk Wolfes,


Hochschule Trier auf der diesjährigen CeBIT

Gleich mit zwei herausragenden Exponaten ist die Hochschule Trier auf der diesjährigen CeBIT vertreten. Besonderes Interesse der teilweise sehr prominenten Besucher galt dem Thema „Station“. Auf dem Science Square, der Speakers‘ Corner der angewandten Forschung auf der CeBIT, präsentiert der Fachbereich Intermedia Design der Hochschule Trier sein Projekt „STATION – an ISS Exploration“.

Die Ministerpräsidentin Malu Dreyer besuchte zusammen mit Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig den Messestand der Hochschule Trier auf der CeBIT

STATION ist ein Virtual-Reality-Erlebnis für das Headset „HTC Vive“. Wer die VR-Brille aufsetzt, kann die Raumstation ISS nach eigenem Ermessen von innen und außen erkunden. Mit Hilfe der Motion-Controller der Vive bewegt sich der Spieler selbstständig durch die Station und erlebt ein Gefühl der Schwerelosigkeit im All. Vorbild hierfür waren die Bewegungen realer Astronauten, wie sie sich durch den schwerelosen Raum hangeln.

Bei der ISS handelt es sich um einen maßstabsgetreuen Nachbau, der auch realistische Funktionalitäten hat, wie z.B. das Bedienen der Luftschleuse beim Verlassen der Raumstation.

Ein weiteres Projekt der Hochschule Trier ist das Thema „Folklore“. Folklore ist ein mobiles Game mit Location-Based-Storytelling. Es erzählt dem Nutzer echte lokale Sagen und Legenden an Originalschauplätzen. Die Routen führen mit GPS über festgesetzte Wegpunkte. Der Spieler muss Rätsel lösen, trifft auf Akteure der Sage und spielt Minispiele, die einen direkten Bezug auf die Umgebung nehmen.

Folklore wurde 2014 das erste Mal als eine Sammlung von drei Routen für die Barockstraße SaarPfalz umgesetzt. Im Folgejahr wurde eine Demoversion veröffentlicht, die die Sage vom Trierer Stadtgeist erzählt. Aktuell wird auf der Basis von Folklore ein digitales Lernspiel für SchülerInnen entwickelt.

Insgesamt belegen diese publikumswirksamen Exponate, dass die Hochschule Trier mit ihren Themen den modernen Zeitgeist trifft.

Von: Jutta Straubinger

Der Umwelt-Campus Birkenfeld präsentiert sich auf der Cebit

Besuchen Sie uns am Gemeinschaftsstand Rheinland-Pfalz in Halle 6 Stand C17.

Prof. Dr.-Ing. Klaus-Uwe Gollmer und Prof. Dr.-Ing. Guido Dartmann zeigen das Exponat:

„IoT-Werkstatt“ ein Konzept zur Ausbildung im Bereich Internet der Dinge
Hochschule Trier und die Expertengruppe IoT/M2M des Nationalen IT-Gipfels.
Das Herz der Zukunft schlägt im Algorithmus, d.h. nur wer die Sprache digitaler
Systeme versteht, kann die Zukunft gestalten und sich vor Manipulationen schützen.
Der zukünftige Arbeitsmarkt erfordert dringend entsprechende Kompetenzen für alle
Schüler.
Gemeinsam mit der Expertengruppe IoT/M2M des Nationalen IT-Gipfels hat die
Hochschule Trier ein Konzept zur Vermittlung entsprechender Kompetenzen
erarbeitet und die Umsetzung mit 175 Schülern und Lehrern der Oberstufe
erfolgreich demonstriert. 38 Schulteams aus 23 Schulen haben bei zwei Hackathon-
Veranstaltungen am Umwelt-Campus der Hochschule Trier und an der htw saar
eigene IoT-Anwendungen exemplarisch umgesetzt Das Internet der Dinge ist nicht
nur Basis für Industrie 4.0 und damit Grundlage der zukünftigen Arbeitswelt, sondern
schafft neue kreative Ideen auch in der Ausbildung.
Kern des vorgestellten Werkstatt-Konzepts ist eine offene Plattform auf der Basis des
ESP8266 Mikrocontrollers und dem Arduino-Ökosystem.
Open Source hebt Synergien im föderalistischen System, senkt Kosten, ermöglicht
Crowd-Learning und bindet existierende Maker-Szene ein. Deutschland braucht
Macher, die kreative Ideen zukünftig schnell umsetzen. Dazu könnten regionale IoTKompetenzzentren das Internet der Dinge sofort an die Schulen bringen.
Interessierte Standbesucher können die IoT-Plattform auf der CeBIT 2017 auf dem
Foschungsgemeinschaftsstand in Halle 6 C17 ausprobieren.