Hochschulabsolvent belegt den 1. Platz des Karriere-Preises der DZ BANK Gruppe 2017

Zum 16. Mal vergab die DZ BANK Gruppe in Frankfurt am Main den höchstdotierten Hochschulpreis der deutschen Wirtschaft. Mit insgesamt 24.000 Euro Preisgeld wurden die besten sechs akademischen Abschlussarbeiten im Bereich „Banking & Finance“ prämiert.

Insgesamt 244 Hochschulabsolventen hatten sich um die Auszeichnung beworben. „Die eingereichten Arbeiten setzen sich in beachtlicher argumentativer Tiefe mit der Finanzbranche auseinander. Sie geben uns wertvolle Anregungen und Ideen für unsere tägliche Arbeit“, sagte Thomas Ullrich, Vorstandsmitglied der DZ BANK, in seiner Begrüßungsrede anlässlich der Verleihung des Karriere-Preises der DZ BANK Gruppe 2017.

Preisträger 2017

Den ersten Platz in der Master-Kategorie (244 Bewerber) belegte Jonas Romer, Universität St. Gallen, mit seiner Arbeit „News Tone Around Director Announcements: A Sentiment Analysis of Newspapers“.

In der Bachelor-Kategorie (125 Bewerber) gewann Florian Matthies, Hochschule Trier, mit seiner „Empirischen Analyse zur Schätzung von Assetkorrelationen im Vasicek-Kreditportfoliomodell“. Matthies vergleicht zwei Modelle, um Kreditportfoliorisiken zu bestimmen und hat dabei laut Einschätzung der Jury „eine gute Brücke zwischen Theorie und Praxis gelegt“. Ausschlaggebend für den ersten Platz war die „sehr hohe Bedeutung und Aktualität insbesondere vor dem Hintergrund der Diskussion um Modellrisiken in regulatorischen Risikomodellen“.

Florian Matthies konnte sich in einem hochklassigen Teilnehmerfeld auch über Deutschland hinaus (10% Bewerbungen von ausländischen Hochschulen) durchsetzen. Nur rund 17% der eingereichten Bewerbungen wurden von Fachhochschulen gestellt.

„Ausgezeichnete“ Bauingenieure an der Hochschule Trier

Wieder geht der 1. Preis des vom Verbandes Bauwirtschaft Rheinland-Pfalz ausgelobten Hochschulpreises an einen Bauingenieurstudierenden der Hochschule Trier. Die Hochschulpreise werden für die besten Abschlussarbeiten (Master- oder Bachelorarbeiten) im Bereich Baubetrieb der Fachrichtung Bauingenieurwesen vergeben. Dabei handelt es sich um einen landesweiten Leistungswettbewerb zwischen Absolventen der Technischen Universität Kaiserslautern sowie den Hochschulen Kaiserslautern, Koblenz, Mainz und Trier.

Die Preise wurden am Tag der Bauwirtschaft bei einem Festakt in Mainz von Prof. Dr. Martin Dossmann, dem Vorsitzenden des Landesverbands, übergeben.

Herr Jakob Waiz von der Hochschule Trier erstellte seine ausgezeichnete Masterarbeit zum Themenfeld „Bauen im Bestand mit einer 5D-Planung nach der BIM Methode“. Die Arbeit beschäftigte sich mit der praxisnahen Umsetzung einer 5D-Planung an einem realen Projekt. Weiterhin prüfte Herr Waiz die Anwendungsmöglichkeiten der neuen Planungsmethodik für baubetriebliche Zwecke (Terminplanung, Ablaufplanung und Kostenplanung). Der Masterabsolvent konnte bei seiner Arbeit praxisnah die Vor-, aber auch Nachteile der BIM-Planungsmethodik herausarbeiten und bewerten. Die Arbeit wurde von Herrn Prof. Dr.-Ing. Henning Lungershausen betreut.

Der 2. Preis wurde an die Hochschule Koblenz vergeben; der 3. Preis ging an die Hochschule Mainz.

Prof. Dossmann führte in seiner Rede massiven Bedarf an gutem Ingenieur-wissenschaftlichem Nachwuchs auf. Angesichts rückläufiger Absolventenzahlen zeichne sich gerade im Bauhandwerk und bei den Bauingenieurinnen und Bauingenieuren eine Lücke ab. Die Arbeitgeber am Bau – Bauunternehmen, Ingenieurbüros und Bauverwaltungen – stehen vor der Herausforderung, wie Schulabgänger zur Aufnahme eines Bauingenieurstudiums motiviert werden können. Dabei sollten insbesondere die spannenden Aufgaben und Perspektiven des Bauens und der Bauberufe besser als bisher herausgearbeitet werden.

Bild: stellv. Fachrichtungsleiter Prof. Ebner (links) HS Trier, Preisträger Herr Waiz (rechts)

Ausstellung der Fachrichtung Mode im Stadtmuseum Simeonstift

Von: Jutta Straubinger

In Kooperation mit dem Stadtmuseum Simeonstift und der Fachrichtung Modedesign werden vom 02. April bis zum 22. Oktober Projektarbeiten der Studierenden der Fachrichtung Modedesign gezeigt.

Die umfangreiche Schenkung der Fachrichtung Modedesign aus dem Jahr 2010 wird erstmalig mit fachlicher Unterstützung und Beratung durch Frau Elisa Henniger Arbeiten der Studierenden der Fachrichtung Modedesignunter damaliger künstlerischer Leitung durch Frau Prof. Barbara Best, Frau Prof. Uta Kinlung und Ursula Weißroth, der Öffentlichkeit im Museum Simeonstift aufwendig aufgearbeitet und restauriert, präsentiert.

Zeitgemäß ergänzt wird die Shibori-Ausstellung durch eine Auswahl an Arbeiten des Erstsemesterprojekt „Boro“ unter Leitung von Frau Elvira Kempf aus dem Jahr 2016. Shibori – Handwerk Das Handwerk des Shibori-Färbens hat in Japan eine lange Geschichte und wird vornehmlich für kunstvolle Kimonos genutzt. Bereits im 3. Jahrhundert wurden Kleider aus den aufwendig gemusterten Stoffen gefertigt. Studierende der Fachrichtung Modedesign der Hochschule Trier haben die traditionelle Textilkunst im Rahmen eines interkulturellen Projekts aufgegriffen und modern interpretiert. Ihre Kollektionen sind erstmals in einer Ausstellung im Stadtmuseum zu sehen.

Die Poesie des Faltens Shiburo bedeutet ‘wringen‘ oder ‘pressen‘. Der japanische Begriff beschreibt den Herstellungsprozess, der in einemmeditativen Akt aus Kraft und Konzentration die feinen Textilien entstehen lässt. Seiden- und Baumwollstoffe werden bei Shibori so gewickelt, gebunden und gefaltet, dass beim Färben grafische Muster entstehen. Die Faltungen und Raffungen hinterlassen nach dem Trocknen einen Reliefeffekt. Die entwickelten Muster sind durch diese Techniken nicht zufällig, sondern werden gestalterisch gezielt und repetitiv eingesetzt. Diese aufwendige Technik ist bis heute überliefert. So wurden auch die Stoffe in der Ausstellung von japanischen Shibori-Meistern in Handarbeit hergestellt. Tradition und Gegenwart Die Hochschule Trier ließ die Tradition des Shibori in einer deutsch-japanischen Kooperation wieder aufleben. Anlässlich des EU-Japan-Fests der Kulturhauptstadt Luxemburg im Jahr 1995 entwarfen Studierende der Fachrichtung Modedesign Kollektionen aus original japanischen Stoffen. Mit Unterstützung von World Shibori Network aus Nagoya entstanden rund 50 Kleider, die den klassischen Ornamenten ein modernes Outfit verleihen und das historische Handwerk mit der Mode des 20. Jahrhunderts vereinen.

Boro – nachhaltige Ergänzung In Zeiten zeitgemäßen nachhaltigen Designs wird die Rückbesinnung auf alte Werte und traditionelle Herstellungsmethoden ein immer größerer Trend in der Mode. Traditionelles Handwerk, die regionalen Eigenarten und das regionale Können schaffen Kleidung mit hoher Identifikationskraft und sind Ausdruck eines verantwortlichen Bewusstseins mit Ressourcen. Das kommt auch im jüngsten Projekt der Trierer Modedesigner zum Ausdruck, das die Ausstellung im Stadtmuseum ergänzt: In dem Erstsemesterprojekt „Boro“ aus dem Jahr 2016, einer japanischen Variante des Upcyclings, werden ausrangierte Textilien und Dekorationsstoffe zu neuen Kleidern um- und ausgearbeitet. Design wird zum Beispiel für Austausch und Wissenstransfer.

Die Fachrichtung Modedesign begleitet die Ausstellung durch einen öffentlichen Shibori-Färbeworkshop am 29. April 2017 unter Leitung von Elisa Henniger, einem Vortrag zu Trendsetting – Wie Mode entsteht durch Prof. Dirk Wolfes am 30.05.2017 und einem Vortrag zu der Tradition und Gegenwart von Shibori heute durch Elisa Henniger am 20. Juni 2017.

 

Text-Quelle: Basistext des Stadtmuseum Simeonstift Trier und Ergänzungen und Einfügungen Prof. Dirk Wolfes Fotos: Prof. Dirk Wolfes,